DirectX – Grundlage für viele Computeranwendungen

Die stetige Weiterentwicklung von DirectX ist die Grundlage für alle grafisch aufwendigen Grafikprogramme, Spiele und Filme, die auf Windows laufen.

Funktionsumfang von DirectX

Die unterschiedlichen DirectX Versionen wie DirectX 9 ermöglichen es, vor allem Spiele und aufwendige Grafikprogramme auf Windows-Plattformen laufen zu lassen. Gerade bei komplexen 2D- und 3D-Darstellungen kommt es zum Einsatz. Zusätzlich unterstützt es die Audio-Ausgabe, Netzwerke und verschiedene Eingabegeräte wie Maus, Tastaturen oder Joysticks. Sie sind eine Sammlung abstrakter COM-basierter Programmierschnittstellen (API) zur Multimedia-Hardware wie Grafik- und Soundkarte. Die Funktionsweise besteht dabei aus zwei verschiedenen Komponenten. Zum einen stellt HAL (Hardware Abstraction Layer) die Verbindung zur vorhandenen Hardware her. Kann diese das Geforderte nicht leisten, springt HEL (Hardware Emulation Layer) ein. Auf diese Weise wird zum Beispiel nicht zwangsläufig eine Grafikkarte mit 3D-Chip benötigt, um 3-D-Darstellungen laufen zu lassen. Einer der großen Vorteile von DirectX ist, dass es außerordentlich abwärtskompatibel ist. Benötigt ein Spiel beispielsweise nur DirectX 9, die vorhandene Version ist aber bereits Direct X 11, so benutzt das Programm dennoch die für DirectX 9 spezifischen Schnittstellen.

Entwicklung von DirectX-Versionen

Die Entwicklung von Direct X wurde erst nötig, als Microsoft die grafische Benutzeroberfläche Windows entwickelte. Zwar setzten sich die ersten DirectX-Versionen nicht durch, es wurde jedoch bereits deutlich, dass es völlig neue Möglichkeiten der Darstellung eröffnete. In den 80er Jahren wurden Spiele hauptsächlich für Heimcomputer entwickelt, die über eine bessere Multimediahardware verfügten. Durch den Vorläufer „Game SDK“ bot Microsoft eine erste optimierte Programmier-Schnittstelle. In der Folgezeit wurde diese optimiert und zahlreiche Spielehersteller und somit auch ihre Kunden, begannen von MS-DOS auf Windows umzusteigen. In der DirectX-Version 2.0 wurden dann zum ersten Mal 3-D-Darstellungen unterstützt und Spiele wurden nur noch für Windows 95 entwickelt. Mit DirectX 8 deckte Microsoft dann alle wesentlichen Multimediafunktionen ab. DirectX 9 ermöglichte es durch „High Level Shading Language“ (HLSL) eine wesentlich leichtere Bedienung der Entwicklungsoberfläche und bessere Grafikeffekte. Versionen, die neuer sind, benötigen eine neuere Generation von Grafikkarten und mindestens Windows Vista.
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