Outsourcing auf einem Whiteboard

Outsourcing: Kosteneinsparung oder Kontrollverlust?

Viele Unternehmen setzen heute auf Outsourcing, also auf die Auslagerung bestimmter Aktivitäten aus der Wertschöpfungskette. Diese Tätigkeiten können die Produktion genauso betreffen wie die Datenverarbeitung, welche von Zulieferern oder spezialisierten Subunternehmen ausgeführt werden. Für Konzerne bilden sich aus dieser Strategie Vor- aber auch Nachteile.

Beispiele

Das Wort Outsourcing bezeichnet die Inanspruchnahme von Ressourcen, die außerhalb der eigenen Unternehmenstätigkeit liegen. Die Dienste, die durch Outsourcing in Anspruch genommen werden, tragen dazu bei, die Hauptaufgabe fertig zu stellen. Ein Autohersteller wird zum Beispiel nicht jedes Teil des Fahrzeugs selbst produzieren. Deshalb werden die Scheinwerfer von externen Produktionsfirmen konstruiert und geliefert. Auch beim Auftragsmanagement, ist Outsourcing hilfreich. Die Entgegennahme, Bearbeitung und Planung von Aufträgen wird dabei an spezialisierte Dienstleister weitergegeben.

Vorteile

Durch Outsourcing behält ein Unternehmen sein eigentliches Kerngeschäft im Auge. Aufgaben und Prozesse, für die intern entweder die Ressourcen oder die speziellen Kenntnisse und Fähigkeiten fehlen, werden an professionelle Dienstleister weitergegeben. Dadurch spart das Unternehmen Kosten, weil zum Beispiel die eigenen Mitarbeiter nicht extra geschult werden müssen. Außerdem wird die Arbeit eines fachmännischen Serviceanbieters qualitativ hochwertiger eingestuft als die von einem internen Mitarbeiter, dessen Spezialgebiet eigentlich ganz woanders liegt. Durch die Zusammenarbeit mit externen Firmen besteht die Möglichkeit, neue Kontakte zu Auftraggebern zu knüpfen oder ganze Geschäftsfelder neu zu kreieren.

Nachteile

Werden externe Firmen für bestimmte Aufgaben beauftragt, entstehen Abhängigkeiten. Wenn dann das Subunternehmen nicht die gewünschte Qualität oder nicht zum vereinbarten Termin liefert, erweist sich das Outsourcing als nachteilig. Die Kontrolle über die Arbeitsprozesse geht dann verloren. Werden Teilaufgaben ausgelagert, bedeutet das auch einen Verlust interner Expertise, mit der sich der Konzern eigentlich brüsten könnte. Es sollten demnach nur Tätigkeiten abgegeben werden, mit denen man sich nicht von der Konkurrenz abheben kann. Unter Umständen können Dienstleister für die eigenen Angestellten auch als Kontrahent gesehen werden, wodurch das Betriebsklima negativ beeinflusst wird.

Abwägen

Ob nun Arbeitsaufgaben zwecks Produktion oder Auftragsmanagement ausgelagert werden, entscheidet jedes Unternehmen selbst. Die Einsparung von Kosten ist der größte Vorteil von Outsourcing, während der Verlust von Kontrolle und fachlicher Kompetenz nicht unerhebliche negative Aspekte darstellen.

Bild: ThinkStock, iStock, stuartmiles99