Athletenvertreter fordern Ergänzung der Olympischen Charta

Berlin – Internationale Athletenvertretungen haben das IOC aufgefordert, die Olympische Charta um die Achtung der Menschenrechte zu ergänzen.

In einem Offenen Brief an den IOC-Präsidenten Thomas Bach schlägt die gemeinsame Initiative von Athletenvertretungen aus den USA, Kanada, Neuseeland und Deutschland sowie dem globalen Kollektiv Global Athlete vor, die Charta um dieses grundlegende Prinzip zu erweitern, wie die Athleten Deutschland mitteilten.

«Die Olympische Bewegung verpflichtet sich zur Achtung aller international anerkannten Menschenrechte und setzt sich zur Förderung des Schutzes dieser Rechte ein», lautet der Ergänzungsvorschlag der Athletenvertretung.

«Als Ausrichter der Olympischen Spiele und als Regelgeber im weltweiten Sport verfügt das IOC über ungeheuren Einfluss. Mit der Olympischen Charta und durch die Verteilung der finanziellen Mittel setzt das IOC den Ton dafür, wie Sport auf der ganzen Welt betrieben wird», äußerte sich Johannes Herber, Geschäftsführer von Athleten Deutschland, «wir sind überzeugt, dass ein deutliches, formales Bekenntnis zur Wahrung der Menschenrechte, gepaart mit der Verpflichtung sich für deren Schutz einzusetzen, einen echten Kulturwandel herbeiführen kann.»

Der seit 2017 eingetragene Verein Athleten Deutschland ist eine unabhängige Interessensvertretung der deutschen Kaderathletinnen und –athleten mit dem Ziel an Entscheidungen im Leistungssport teilzunehmen und mitzugestalten.

Fotocredits: Peter Kneffel
(dpa)

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