Basler vermisst Typen in DFB-Elf: «Wird nicht gewollt»

Berlin – Ex-Nationalspieler Mario Basler fehlen in der heutigen Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes die Typen.

«Ich wüsste jetzt keinen, der in unsere oder in meine Richtung geht», sagte der 50-Jährige der Deutschen Presse-Agentur anlässlich der Veröffentlichung seines Buches («Eigentlich bin ich ein super Typ»). Aber das werde «bei DFB auch nicht gewollt. Genauso wie bei den Vereinen. Man hatte ja vor anderthalb Jahren versprochen, dass man wieder zugänglicher wird. Ich glaube, dass sich da nicht viel geändert hat.»

Allerdings warb Basler, der in den 1990er-Jahren zu den Stars der Bundesliga gehört und mehrfach Schlagzeilen außerhalb des Platzes produziert hatte, auch um Verständnis für die heutige Generation, die sich immer mehr von den Fans zurückziehe. «Vielleicht hat man aber auch zu großen Respekt. Menschen, die heimlich Videos machen, die Dinge aufnehmen – heutzutage ist das natürlich auch immer sehr gefährlich.»

Wie er in der heutigen Zeit als Fußball-Profi auftreten würde, könne er nicht sagen. «Das ist hypothetisch. Ich glaube nicht, dass ich mich großartig verändern würde», sagte er. «Ich würde nach wie vor auch rausgehen. Aber wie gesagt, ich weiß es nicht. Vielleicht wäre es mir mittlerweile auch zu blöd, wenn irgendwo jemand in der Ecke sitzt mit dem Handy und heimlich fotografiert oder ein Video dreht.»

In seinem Buch, das er zusammen mit Co-Autor Alex Raack geschrieben hat, erzählt der 30-malige Nationalspieler Schwänke aus seinem Leben und seiner Karriere. «Der Vorteil für mich ist, dass die Fans immer mehr ausgegrenzt werden vom Fußball», sagte er. Seit Ende 2018 ist der frühere Mittelfeldspieler bereits mit einem Bühnenprogramm («Basler ballert») auf Tour.

Fotocredits: Christoph Soeder
(dpa)

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