Bayern-Coach Kovac verteidigt BVB-Kollege Favre

München – Double-Gewinner Niko Kovac vom FC Bayern München hat einen respektlosen Umgang mit den Fußball-Trainern in der Bundesliga beklagt.

«Dass es so schnell auf die Trainer losgeht, ist eine Tendenz – und es ist keine gute Tendenz», sagte der 48 Jahre alte Kroate in München vor dem Heimspiel gegen Union Berlin.

Kovac beklagt nach gerade acht Spieltagen speziell die Hysterie der Medien. «Ich bin mit meinen Chefs in Kontakt. Ich glaube, dass der Sturm eher von draußen hereingeweht wird», sagte Kovac nach zuletzt zwei sieglosen Liga-Partien und dem wenig berauschenden 3:2 in dieser Woche in der Champions League bei Olympiakos Piräus.

Der Bayern-Coach kritisierte explizit auch den Umgang mit seinem Kollegen Lucien Favre, der beim Münchner Titelkonkurrenten Borussia Dortmund öffentlich hinterfragt wird. Der Schweizer sei mit 15 Zählern punktgleich mit Bayern Vierter und habe jetzt gegen Inter Mailand ein Spiel in der Champions League verloren – «und alles ist schlecht». Und nach gerade einmal acht Spieltagen «werden Namen gehandelt», sagte Kovac angesichts möglicher Favre-Nachfolger.

Kovac kritisierte eine Entwicklung, wonach «alles auf dem Rücken des Trainers» ausgetragen werde. Der Trainer leite zwar das Gesamte, «aber die Spieler müssen es umsetzen», erklärte der Kroate.

Fotocredits: Sven Hoppe
(dpa)

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