Bayern-Manager Pesic: Dennis Schröder ist «kein Anführer»

Shenzhen – Der frühere Basketball-Nationalspieler Marko Pesic hat eine Überhöhung von Dennis Schröder bei der WM in China kritisiert und die Führungsrolle des NBA-Profis bemängelt.

«Ich bin der Meinung, dass er kein Anführer ist. Er ist der beste Spieler, aber kein Anführer», sagte der Geschäftsführer des FC Bayern München bei Magentasport. «Er ist ein außergewöhnlicher Spieler, aber er ist in der Nationalmannschaft nicht das, was man aus ihm macht.»

Das deutsche Team um Schröder war bei der Weltmeisterschaft unter anderem durch eine Niederlage gegen die Dominikanische Republik in der Vorrunde gescheitert und muss um die Chance auf eine Olympia-Teilnahme bangen. Der 25 Jahre alte Aufbauspieler sieht sich auch selbst in der Rolle des «Leaders», wie er immer wieder betont.

Die anderen Spieler des Teams von Bundestrainer Henrik Rödl würden sich «hinter der Schröder-Diskussion» verstecken, sagte Pesic. Die Mannschaft habe nicht die komplette Vorbereitung mit dem Spieler der Oklahoma City Thunder zusammen gespielt. «Aber dann muss man Schröder auch helfen. Man muss ihm auch erklären: „Pass auf, du bist Teil der Mannschaft. Mach das, was du machen kannst, aber es gibt uns auch“», sagte Pesic. «Man muss einen Mittelweg finden.» Schröder war erst vor dem Supercup in Hamburg vor gut drei Wochen ins Teamtraining eingestiegen, nach Angaben des Verbandes aus persönlichen Gründen.

Pesic sagte, dass auch der frühere Superstar Dirk Nowitzki «nicht der Anführer» gewesen sei. «Er war der beste Mann auf dem Feld, war immer der erste beim Training. Aber er hat verstanden, dass die anderen verschiedene Rollen spielen», sagte der 42-Jährige, der mit Nowitzki zusammen WM-Bronze 2002 gewonnen hatte. «Bei uns fehlt, dass jemand auf den Tisch haut.»

Fotocredits: Annegret Hilse
(dpa)

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