Benzema bestreitet Verwicklung in Entführungsversuch

Madrid/Paris – Der französische Fußballstar Karim Benzema hat Vorwürfe über seine angebliche Verwicklung in einen vermeintlichen Entführungsversuch zurückgewiesen.

«Ist diese Welt noch seriös?», schrieb der Stürmer von Champions-League-Sieger Real Madrid in der Nacht zum Freitag auf Twitter mit konkretem Bezug auf die Anschuldigungen. Auch mit einem sich übergebenden Emoji drückte der 30 Jahre alte Stürmer im sozialen Netzwerk seine Empörung über die Beschuldigungen des Spieleragenten Leo D’Souza aus, über die unter anderem das französische Nachrichtenportal Mediapart und die renommierte Sportzeitung «L’Équipe» berichteten.

Die Geschehnisse datieren demnach vom 7. Oktober nach der Ligue-1-Begegnung zwischen Paris Saint-Germain und Olympique Lyon (5:0). Nach der Anzeige von D’Souza bei der Polizei soll der Agent vor einer Kneipe in Paris von mehreren Männern umringt worden sein. Die Gruppe soll vom Agenten die Zahlung von 50.000 Euro verlangt haben, die sich dieser von einem der Männer geliehen haben soll. D’Souza habe nach eigenen Angaben einen Freund Benzemas erkannt. Den Real-Star will er in einem in der Nähe parkenden Fahrzeug durch die Scheiben gesehen haben.

D’Souza, der früher für Benzema gearbeitet habe, habe Anzeige wegen versuchter Entführung, Überfall und Körperverletzung gestellt, hieß es in den Medienberichten. «L’Équipe» schrieb, die Behörden hätten Ermittlungen eingeleitet, allerdings nur wegen Erpressung. Benzema sei am 7. Oktober in Paris gewesen. Der Anwalt des Spielers, Sylvain Cormier, wurde in «L’Équipe» mit den Worten zitiert, die Beschuldigungen seien «Lügen».

Fotocredits: Marius Becker
(dpa)