Bundesligaprofis: BVB und Eintracht die Hinrunden-Gewinner

Düsseldorf – Die Bundesligaprofis sehen Borussia Dortmund als den großen Gewinner, den Westrivalen FC Schalke 04 als den Verlierer der Hinrunde. Das geht aus der Umfrage des Fußball-Fachmagazins «Kicker» hervor, an der sich 214 Spieler beteiligten.

44 Prozent der Befragten kürten BVB-Kapitän Marco Reus zum besten Spieler der Hinserie. Damit ließ der Nationalstürmer die Konkurrenz weit hinter sich. Rang zwei teilen sich der Frankfurter Luka Jovic und Reus-Teamkollege Axel Witsel mit je 8,9 Prozent der Stimmen.

Liga-Spitzenreiter Dortmund beherrscht auch viele andere Kategorien: Lucien Favre (55,1 Prozent) steht bei den Trainern vor Eintracht Frankfurts Adi Hütter und Dieter Hecking (Mönchengladbach) klar an der Spitze. Roman Bürki (Dortmund) setzte sich bei der Torhüter-Wahl knapp gegen den Leipziger Peter Gulasci und Gladbachs Yann Sommer durch. Auch der «Aufsteiger der Hinrunde» trägt Schwarz-Gelb: Den erst 18 Jahre alten Jadon Sancho sehen die Bundesliga-Kollegen klar vor Jovic und BVB-Stürmer Paco Alcácer.

In der Vorsaison dominierten Schalke und Bayern München viele Kategorien in positivem Sinne, diesmal sind sie die großen Verlierer. Fast die Hälfte der Profis bezeichnete die Königsblauen als «negative Überraschung», auch Trainer Domenico Tedesco stürzte in der Gunst ab. In der Spielzeit 2017/2018, die Schalke als Zweiter abschloss, wurde der 33-Jährige zweimal zum besten Coach gewählt. Nun ist Tedesco vor Münchens Niko Kovac und dem in Stuttgart gescheiterten Tayfun Korkut der größte Verlierer. Die Liste der Spieler-«Absteiger» führen in Mats Hummels, Jerome Boateng und Thomas Müller (gemeinsam mit Mario Gomez) gleich drei Bayern-Profis an.

Bei der Frage nach dem neuen deutschen Meister sind sich die Profis weitgehend einig. Fast drei Viertel glauben, dass Herbstmeister BVB auch nach 34 Spieltagen vorn steht. Nur knapp 23 Prozent trauen den Bayern noch eine erfolgreiche Aufholjagd zu. Dagegen besteht für die Aufsteiger 1. FC Nürnberg und Fortuna Düsseldorf nach Meinung der Spieler die geringste Hoffnung auf den Klassenverbleib.

Bei den Schiedsrichtern landete Manuel Gräfe (Berlin) zum vierten Mal nacheinander ganz vorn. Mit 70 Prozent sprachen sich erstaunlich viele Profis für den viel diskutierten Videobeweis aus.


(dpa)

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