Der Ryder Cup – Geschichte und Regeln

Paris – Der Ryder Cup ist der wichtigste Team-Wettbewerb im Golf. Die jeweils besten zwölf Spieler aus Europa und den USA treffen im Zwei-Jahres-Rhythmus als wechselnde Gastgeber aufeinander.

Der Saatguthändler und Golf-Enthusiast Samuel Ryder aus England war der Namensgeber und Stifter des Pokals, um den 1927 in Worcester (USA) zum ersten Mal gespielt wurde. Bis 1971 stellten nur die USA und Großbritannien die Teams, «Rest-Europa» ist erst seit 1979 dabei. Dem Titelverteidiger reicht bei 28 Punkten, die an drei Tagen (16 bei den Vierern, 12 bei den Einzeln) vergeben werden, schon ein Remis zum Sieg. Der Herausforderer muss mindestens ein 14,5:13,5 erreichen.

Bei je vier Fourball(Bestball)- und Foursomes-Matches am Freitag sowie Samstag treten jeweils zwei Spieler im Team gegeneinander an. Im Fourball spielt jeder seinen eigenen Ball bis ins Loch. Dabei wird das niedrigste Schlagergebnis als Lochgewinn mit 1:0 für das erfolgreiche Team gewertet – bei Remis mit 0,5:0,5 «geteilt». Das gilt auch für den «Klassischen Vierer» (Foursomes), bei dem die Teamspieler abwechselnd einen gemeinsamen Ball bis ins Loch schlagen.

Auch in den zwölf Einzeln am Sonntag gibt jeder Lochgewinn im Spiel Mann gegen Mann einen Punkt. Liegt der Spieler zum Beispiel nach dem 16. Grün mit drei mehr gewonnenen Löchern vorn, ist das Match nach dem Zählverfahren «3 und 2» (3 Punkte vorn, aber nur noch 2 Löcher zu spielen) vorzeitig beendet. Wird über den Sieg erst am 18. Loch entschieden, lautet die Wertung «1 auf».


(dpa)

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