Deutsche Tennis-Herren gegen Argentinien gefordert

Madrid – Lange wurde über die neue Davis-Cup-Endrunde mit 18 Teams diskutiert, nun greift endlich auch die deutsche Mannschaft ins Geschehen ein.

Gegen Argentinien geht die Auswahl von Teamchef Michael Kohlmann heute (11.00 Uhr/DAZN) als Außenseiter in die Partie. Die Argentinier können mit einem Sieg bereits den Einzug ins Viertelfinale perfekt machen. In ihrem ersten Spiel gewannen die Südamerikaner am Vortag gegen Chile klar mit 3:0.

DAS DEUTSCHE TEAM: Ohne Spitzenspieler Alexander Zverev, der lieber in Südamerika ein paar Showkämpfe gegen Roger Federer bestreitet, führt Jan-Lennard Struff die Auswahl des Deutschen Tennis Bundes als Nummer eins an. Wer neben dem 29 Jahre alten Warsteiner im Einzel zum Einsatz kommt, ließ Kohlmann noch offen. Infrage kommen Routinier Philipp Kohlschreiber und Davis-Cup-Debütant Dominik Koepfer. Für das Doppel sind die French-Open-Champions Kevin Krawietz und Andreas Mies gesetzt. «Das Doppel kann hier ganz entscheidend sein», sagte Kohlmann.

DAS ARGENTINISCHE TEAM: Die Argentinier zählen in Madrid zu den Favoriten. Dieser Rolle wurden sie zum Auftakt gegen Chile bereits gerecht. Guido Pella und Diego Schwartzman gewannen ihre beiden Einzel mühelos. Auch das Doppel Maximo Gonzalez/Leonardo Mayer siegte ohne Satzverlust. In der Weltrangliste sind Schwartzman (14.) und Pella (25.) besser platziert als alle Deutschen. «Das wird eine harte Nuss», sagte Kohlmann.

UND SONST? Zahlreiche Topstars sind im Einsatz. Novak Djokovic startet mit Serbien in den Wettbewerb, Rafael Nadal bestreitet mit Gastgeber Spanien bereits seine zweite Partie. Und auch Großbritannien mit dem wiedererstarkten Andy Murray ist im Einsatz. Ob das die Zuschauer ins La Caja Magica treibt, bleibt aber abzuwarten. Die Bilanz der Mammutveranstaltung fällt nach den ersten beiden Turniertagen gemischt aus. Beim Spanien-Spiel gegen Russland am Dienstagabend war der Centre Court voll besetzt, ansonsten blieben vor allem in den beiden kleineren Stadien viele Plätze leer. Das dürfte auch beim deutschen Spiel gegen Argentinien der Fall sein.

Fotocredits: Arne Dedert
(dpa)

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