DOSB-Chef Hörmann: Medaillen nicht um jeden Preis

Berlin – Im Zuge des Dopingskandals hat DOSB-Chef Alfons Hörmann betont, dass die deutschen Sportler Medaillen nicht um jeden Preis gewinnen sollen.

«Für Sport Deutschland sag ich nur: Es bleibt dabei. Lieber die Fairplay-Medaille als den ersten Platz im Medaillenspiegel. Und genau nach der Maxime werden wir handeln. Ich kann nur hoffen, dass all diejenigen, die betrogen haben, ob Sportler oder Hintermänner, gnadenlos bestraft werden», sagte der Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dem TV-Sender Sky.

Man sei auch zehn Tage nach den ersten Informationen zum aktuellen Skandal noch erschüttert und schockiert und stehe an mancher Stelle fassungslos vor dem, was da als Scherbenhaufen erkennbar werde, meinte der 58 Jahre alte Funktionär. Bei einer Razzia war in der vergangenen Woche während der Nordischen Ski-Weltmeisterschaft in Österreich und zeitgleich in Thüringen ein mutmaßliches Doping-Netzwerk um den Erfurter Arzt Mark S. ausgehoben worden. Zuletzt hatte der österreichische Langläufer Johannes Dürr, der zuvor mit seinen Aussagen die Ermittlungen ausgelöst hatte, in der ARD zugegeben, während seiner Dopingsperre weiter gedopt zu haben.

«Was am Ende da noch dranhängt, welche weiteren Auswirkungen das Ganze hat, welche Nationen und Sportarten betroffen sind, darüber möchte ich nicht spekulieren. Da können wir nur in aller Geduld abwarten», sagte Hörmann.

Fotocredits: Guido Kirchner
(dpa)

(dpa)