Flensburg patzt – Siege für Berlin und Hannover

Frankfurt/Main – Bittere Pleite für die SG Flensburg-Handewitt in der Champions League.

Der deutsche Handball-Meister hat sein Gastspiel beim ukrainischen Champion Motor Saporoschje überraschend mit 26:28 (12:10) verloren und damit einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um eine gute Ausgangslage für die K.o.-Phase erlitten.

Besser machten es im EHF-Pokal die Füchse Berlin und die TSV Hannover-Burgdorf, die mit Siegen in die Gruppenphase starteten. Der Titelverteidiger aus der Hauptstadt bezwang am Sonntag in der Neuauflage des Vorjahresfinals den französischen Club Saint-Raphael Var mit 33:29 (17:15). Bereits am Samstag hatte Hannover seine Europapokal-Premiere gegen HC Eurofarm Rabotnik aus Mazedonien mit 24:21 (16:14) gewonnen.

Flensburg tat sich in der Ukraine äußerst schwer. Selbst ein Vier-Tore-Vorsprung in der ersten Halbzeit gab keine Sicherheit. Vor allem die Abwehr bot zu viele Lücken, was der Außenseiter immer wieder zu leichten Toren nutzte. Der Bundesliga-Tabellenführer geriet drei Minuten vor Schluss beim 25:26 erstmals in Rückstand und stand am Ende mit leeren Händen da. Bester SG-Werfer war Rasmus Lauge mit sechs Toren. Der Meister bleibt in der Gruppe B mit 10:12 Punkten zwar Dritter, hat nun aber Zagreb (10:12), Nantes und Saporoschje (beide 9:13) im Nacken.

Die Füchse Berlin mussten gegen Saint-Raphael trotz eines guten Starts lange um den Sieg bangen. Erst 120 Sekunden vor dem Ende sorgte Dänemarks Weltmeister Hans Lindberg mit seinem Tor zum 31:28 für die Entscheidung. Gemeinsam mit Nationalspieler Paul Drux war Lindberg (beide 7 Tore) bester Füchse-Werfer.

Erleichtert war Hannovers Trainer Carlos Ortega nach dem Auftaktsieg gegen Rabotnik. «Es war sehr eng. Wir sind sehr froh, dass wir gewonnen haben», sagte er. Ohne den angeschlagenen Nationalspieler Fabian Böhm, aber mit einem überragenden dänischen Weltmeister Morten Olsen (7 Tore) sah es lange Zeit nach einem problemlosen Start-Ziel-Sieg für die Niedersachsen aus. Doch dann kamen die Gäste immer näher heran und hatten beim Stand von 22:21 (53.) mehrfach die Gelegenheit zum Ausgleich. «Es war am Ende ein Ritt auf der Rasierklinge», erklärte Rechtsaußen Torge Johannsen.

Fotocredits: Axel Heimken
(dpa)

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