Frankfurt-Coach Hütter stellt Ultimatum an Stürmer Rebic

Straßburg – Eintracht Frankfurts Trainer Adi Hütter hat Stürmer Ante Rebic nach dessen kläglicher Vorstellung im Playoff-Hinspiel der Europa League bei Racing Straßburg ein Ultimatum gestellt.

«Wenn er hier bleiben möchte, will ich, dass er dies auch zeigt. Wenn nicht, müssen wir eine Lösung suchen», sagte Hütter. Rebic, der von Inter Mailand umworben wird, war bei der 0:1-Niederlage der Hessen zur Halbzeit ausgewechselt worden. «Wenn ich für Eintracht Frankfurt spiele, möchte ich, dass man sich zerreißt. Das habe ich heute nicht gesehen», kritisierte Hütter den Vize-Weltmeister aus Kroatien und kündigte an: «Wir werden uns mit ihm zusammensetzen und Klartext sprechen.»

Sollte Rebic wechseln wollen, erwarten die Hessen ein zeitnahes Signal von dem 25-Jährigen. «Wenn er uns verlassen sollte, muss es geklärt sein, dass wir auf dem Markt noch einmal handeln können. Das ist klar», verdeutlichte Sportdirektor Bruno Hübner. Die Transferperiode endet am 2. September.

Trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten will Eintracht an einer Verpflichtung des niederländischen Stürmers Bas Dost von Sporting Lissabon festhalten. «Es ist weiterhin unsere Wunschvorstellung, und die werden wir weiter verfolgen», stellte Hübner klar.

Der bereits Ende vergangener Woche von den Hessen avisierte Transfer des 30 Jahre alten Torjägers war ins Stocken geraten, weil Dost nach Angaben von Sporting Lissabon kurzfristig zusätzliche finanzielle Forderungen an die Portugiesen gestellt haben soll. Das Management des Profis wies diesen Vorwurf zurück.

«Das ist zu komplex, um dem Spieler den Schwarzen Peter zuzuschieben. Es liegt nicht nur an ihm», sagte Hübner. «Fakt ist: Wir waren uns relativ schnell mit dem Spieler einig, wir waren uns auch mit dem Verein relativ schnell einig. Und der Spieler will unbedingt zu uns. Was da hinter den Kulissen läuft, dazu können wir leider nichts sagen.»

Wegen der Verzögerung steht Dost dem Bundesligisten auch im Playoff-Rückspiel der Europa League gegen Racing Straßburg am kommenden Donnerstag definitiv nicht zur Verfügung, selbst wenn sich der Wechsel in den kommenden Tagen realisieren ließe. Eine spezielle Deadline für den Abschluss des Deals gebe es von Seiten der Eintracht nicht, versicherte Hübner.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)

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