Grozer schimpft über EM-Konzept: «Völliger Quatsch»

Apeldoorn – Deutschlands Volleyball-Star Georg Grozer hat das EM-Konzept mit gleich vier Ausrichtern scharf kritisiert.

«Das ist völliger Quatsch. Es ist völlig belastend für einen Sportler, andauernd die Tasche zu packen, andauernd zu reisen. Ich glaube, die, die das organisiert haben, haben darüber nicht nachgedacht oder fühlen einfach mit den Spielern nicht mit», schimpfte der 34 Jahre alte Diagonalangreifer im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur nach dem Einzug ins EM-Viertelfinale.

Die EM wird erstmals in vier Ländern (Frankreich, Slowenien, Belgien und Niederlande) ausgerichtet. Die Deutschen begannen die Endrunde in Brüssel, reisten dann nach Antwerpen und sind nun im niederländischen Apeldoorn. Dort bestreiten sie auch am Montag (20.00 Uhr/Sport1+) das Viertelfinale gegen Weltmeister Polen. Das Halbfinale würden Grozer & Co. in Slowenien spielen, ehe das Endspiel in Paris anstünde.

«Ich habe keine Ahnung, was die sich dabei gedacht haben, aber das macht einfach keinen Sinn», sagte er weiter. «Es ist einfach schrecklich, drei Länder in ein paar Tagen zu wechseln. Das ist Blödsinn, das sollten die ganz schnell ändern, wenn die ein bisschen Verständnis für die Sportler haben.»

In Antwerpen spielte der Vize-Europameister von 2017 in der Vorrunde gegen Spanien vor gerade einmal 50 Zuschauern. «Wenn in Belgien wenigstens volles Haus gewesen wäre, aber du kommst in die Halle rein, da sitzen erstmal gar keine, dann sitzen 50 Leute drin, davon ist die Hälfte Gott sei Dank noch aus Deutschland», sagte Grozer, «es macht aber keinen Spaß.»

Fotocredits: Piroschka Van De Wouw
(dpa)

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