Judo-Weltmeister Wieczerzak kämpft um Olympia

Tokio – Für Ex-Weltmeister Alexander Wieczerzak ist es so etwas wie die letzte Chance. Bei der Judo-WM in Tokio kämpft der 28-Jährige auch um sein Olympia-Ticket.

«Ich kann mit Druck umgehen und vertraue da meinem Körper», sagt der Wiesbadener vor den am Sonntag startenden Titelkämpfen in der Olympia-Stadt. Bei der Generalprobe für Tokio 2020 geht es für die deutschen Athleten um Wieczerzak im Mutterland des Judos auch um Punkte für die Olympia-Qualifikation.

«Für einige Athleten ist die WM eine der letzten Chancen», sagt Ruben Goebel, Sportdirektor des Deutschen Judobunds. Pro Gewichtsklasse darf nur ein deutscher Judoka bei Olympia starten. Besonders spannend ist es in Wieczerzaks Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm. Der Weltmeister von 2017 und WM-Dritte von 2018 liegt auf Rang 16 der Weltrangliste, sein Konkurrent Dominic Ressel ist Fünfter. «Für Alex wird es ein ganz entscheidender Wettkampf», prophezeit Goebel.

Eine WM-Medaille würde Wieczerzaks Chancen enorm steigern. «Natürlich hätte man die zwei Leistungsträger gerne auf zwei Klassen verteilt», sagt Bundestrainer Richard Trautmann über die Konkurrenzsituation im eigenen Team. «Aber im internen Duell stacheln sich die beiden bis zum Letzten an.» Judo-Präsident Peter Frese prophezeit vor dem ultimativen Olympia-Test: «Tokio wird ein ganz heißes Pflaster.»


(dpa)

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