Österreich setzt bei EM auf geballte Bundesliga-Power

Wien (dpa) – Bei ihrer ersten EM-Teilnahme seit der Rolle als Co-Gastgeber vor acht Jahren setzen die Österreicher auf einen Schweizer und geballte Power aus der Bundesliga. Dass Marcel Koller Team Austria zur Endrunde nach Frankreich geführt hat, hat ihn längst zum Lieblings-Eidgenossen in der Alpen-Republik gemacht. Zur Belohnung wurde Kollers Trainer-Vertrag bereits vorzeitig bis zum Ende der Qualifikation für die WM 2018 in Russland verlängert.

Der Teamchef vertraut bei der Europameisterschaft vor allem auf Profis, die in der Bundesliga aktiv sind. Zuletzt standen 14 Spieler im Austria-Aufgebot, die ihr Geld in Deutschland verdienen. Die Hoffnungen bei der EM ruhen vor allem auf Bayern-Star David Alaba.

Jede Menge Erfahrung bringt zudem das große Kontingent an Spielern aus der Premier League mit. In Christian Fuchs steht auch ein englischer Meister vom Überraschungsteam Leicester City im Kader. Zusammen mit den früheren Bundesliga-Legionären Sebastian Prödl und Kevin Wimmer, inzwischen ebenfalls in der Premier League aktiv, soll Fuchs das österreichische Abwehr-Bollwerk bilden.

Die Gruppe mit Ungarn, Island und Portugal lässt dem Koller-Team jede Chance, die Gruppenphase zu überstehen. Das Auftakt-Duell mit Ungarn am 14. Juni in Bordeaux dürfte schon eine Art Schlüsselspiel sein.

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