Pole Banka ist Europas Kandidat für das WADA-Präsidentenamt

Straßburg – Der polnische Sportminister Witold Banka ist Europas Kandidat für das Präsidentenamt in der Welt-Anti-Doping-Agentur.

Die Nominierung des 34 Jahre alten ehemaligen Sprinters wurde am 27. Februar vom Europarat in Straßburg bestätigt, hieß es in einer Mitteilung. Der Europarat folgte damit einer Empfehlung des europäischen Ad-hoc-Komitees für die WADA (CAHAMA), das sich am 30. Januar mit klarer Mehrheit auf Banka geeinigt hatte.

Mitbewerber waren die WADA-Vizepräsidentin Linda Helleland (Norwegen) und der flämische Sportminister Philippe Muyters. Gewählt wird der Nachfolger des Briten Sir Craig Reedie am 7. November auf der Welt-Anti-Doping-Konferenz in Kattowitz/Polen. Zuvor werden die Regierungsvertreter im Foundation Board der WADA am 14. Mai in Montreal die bis dahin vorgeschlagen Kandidaten begutachten.

Bekannt ist bisher nur, dass der amerikanische Kontinent den früheren Langstreckenschwimmer Marcos Diaz (Dominikanische Republik) ins Rennen schickt. Weitere Kandidaturen aus anderen Kontinenten sind noch möglich.

Der WADA-Präsident wird abwechselnd vom Sport und den Regierungen gestellt. Bisher gab es drei Präsidenten: Auf Richard Pound (Kanada/Sport) folgten John Fahey (Australien/Politik) und Reedie (Sport). In den vergangenen Jahren stand die WADA wegen des umstrittenen Krisenmanagements des russischen Doping-Skandals in der Kritik.

Fotocredits: Piotr Nowak
(dpa)

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