Radprofi Schachmann leidet noch immer an Tour-Sturzfolgen

Berlin – Trotz seiner Rückkehr ins Renngeschehen hat Deutschlands Straßenrad-Meister Maximilian Schachmann noch immer mit den Folgen seines Sturzes bei der Tour de France zu kämpfen.

«Der kleine Finger ist noch bewegungseingeschränkt. Da muss ich noch trainieren», sagte der 25 Jahre alte Berliner vom Team Bora-hansgrohe am Rande der Lombardei-Rundfahrt am vergangenen Wochenende dem Internetportal «radsportnews.com» und ergänzte: «Und ich habe auch Schmerzen in der Hand beim Fahren. Beim Bremsen muss ich wieder üben, weil man auch Muskulatur verliert.»

Schachmann war beim Zeitfahren der 13. Etappe der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt gestürzt und hatte sich dabei drei Knochenbrüche in der linken Mittelhand zugezogen. Nach der Hand-OP wurde Schachmann zusätzlich durch einen Virus geschwächt und verpasste deswegen auch in die WM im britischen Harrogate Ende September. Vergangene Woche gab Schachmann beim italienischen Eintagesrennen Tre Valli Varesine sein Comeback und startete danach bei Mailand-Turin und dem Radsport-Monument Lombardei-Rundfahrt.

Seinen Sturz in Frankreich hat Schachmann trotz der Spätfolgen abgehakt. «Wenn ich um ein Ergebnis fahre, nehme ich immer Risiko. Es ist halt leider schief gegangen in Frankreich. So etwas passiert eben», sagte der Wahl-Schweizer, «für die Zukunft nehme ich mit, dass ich die Euphorie der guten Ergebnisse etwas mehr bremse, um vielleicht den einen oder anderen Sturz zu vermeiden.»

Fotocredits: David Stockman
(dpa)

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