Rani Khedira: Verein hätte «klare Grenzen» setzen müssen

Augsburg – Der FC Augsburg hätte nach Einschätzung von Defensivspieler Rani Khedira Disziplinlosigkeiten in der jüngeren Vergangenheit konsequenter ahnden müssen.

«Ich glaube, wir haben es als Verein in der Hinrunde verpasst, klare Grenzen zu setzen, weil einfach ein Schlendrian reinkam, der nicht gut für das Zusammenleben der Mannschaft war. Da kam der eine mal zu spät und wurde nicht „richtig“ bestraft – und dann kommt es zu solchen Dingen. Es war ein schleichender Prozess», sagte der jüngere Bruder von Sami Khedira dem TV-Sender Eurosport.

Als Folge einer Negativserie musste Trainer Manuel Baum den Fußball-Bundesligisten Anfang April verlassen. Sein Nachfolger wurde der Schweizer Martin Schmidt. «Er nimmt jeden einzelnen mit, spricht unheimlich viel – nicht nur über Fußball, sondern auch über den Menschen. Er gibt einem viel Liebe, Freude und Leidenschaft mit», lobte Khedira Baums Nachfolger.

Die Herz-Operation seines 32 Jahre alten Bruders Sami hat den 25-jährigen Rani mitgenommen. «Bei einer Operation am Herzen kann immer was schief gehen. Herz-OP – das hört sich unheimlich schlimm an», sagte er. «Im Nachhinein muss man es etwas relativieren: Es war eine Herzrhythmusstörung, wie sie häufig auf der Welt vorkommt. Es war ein Routine-Eingriff, der sehr gut verlaufen ist. Trotzdem war es im ersten Moment unglaublich hart, traurig, niederschmetternd.»

Sami Khedira hatte sich im Februar wegen Herzrhythmusstörungen operieren lassen müssen. Nach einem Eingriff am Knie musste der Mittelfeldspieler von Juventus Turin dann die Saison vorzeitig beenden.

Fotocredits: Tom Weller
(dpa)

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