Rhein-Neckar Löwen weiter auf Titelkurs – Hannover patzt

Lübbecke – Die Rhein-Neckar Löwen gehen als souveräner Tabellenführer der Bundesliga in die Woche des Handball-Wahnsinns.

Der Titelverteidiger kam am Sonntag zu einem lockeren 38:28 (20:13) beim Aufsteiger TuS N-Lübbecke und führt nach dem elften Sieg in Serie im Klassement mit 42:6 Punkten vor Vizemeister SG Flensburg-Handewitt (40:10) und den Füchsen Berlin (38:10). «Wir gehen sehr gut mit der Favoritenrolle um. Es ist ein schönes Gefühl, auch mal Kräfte sparen zu können», sagte Rückraumspieler Kim Ekdahl du Rietz mit Blick auf die kommenden Aufgaben.

Am kommenden Samstag stehen für die Löwen fast zeitgleich das Topspiel beim Rekordmeister THW Kiel sowie das Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Vive Kielce an, zu dem die Mannheimer wegen der Terminkollision ihre zweite Mannschaft schicken. «Ich bin gespannt, was da herauskommt», sagte Ekdahl du Rietz.

In Lübbecke gerieten die Mannheimer auch ohne ihren verletzten Regisseur Andy Schmid nie in Gefahr. «Es hat Spaß gemacht, alles hat gut funktioniert», stellte der vor zwei Wochen aus dem sportlichen Ruhestand zurückgekehrte Ekdahl du Rietz zufrieden fest. Der 28 Jahre alte Schwede war mit neun Toren bester Löwen-Werfer, Nationalspieler Patrick Groetzki und Jerry Tollbring trafen je achtmal für den Meister.

Im Kampf um einen internationalen Startplatz musste der Tabellenvierte TSV Hannover-Burgdorf (37:13) einen Rückschlag hinnehmen. Die Niedersachsen verloren bei der HSG Wetzlar mit 26:29 und liegen nur noch einen Zähler vor dem SC Magdeburg, der beim TBV Lemgo nur zu einem 27:27 kam.

«In der ersten Halbzeit haben wir vernünftig gespielt, nach dem Wechsel aber zunehmend Schwierigkeiten gehabt. Da war unser Rückzugsverhalten nicht gut», analysierte Hannovers Nationalspieler Kai Häfner nach der Pleite in Wetzlar. Bester Torschütze bei den Gästen war Casper Mortensen mit sieben Treffern, für die Mittelhessen waren Maximilian Holst und Joao Ferraz je fünfmal erfolgreich.

Am Tabellenende verschaffte sich der VfL Gummersbach mit einem 29:24-Erfolg gegen den SC DHfK Leipzig etwas Luft im Abstiegskampf. Auch der Vorletzte TV Hüttenberg schöpfte mit einem 30:30 beim TVB Stuttgart neue Hoffnung. Die Hessen rückten bis auf einen Zähler an den Tabellen-16. Lübbecke heran.

Fotocredits: Uwe Anspach
(dpa)