Rostock, Cottbus und Zwickau holen Landespokale

Berlin – Nach dem um nur ein Tor verpassten Klassenerhalt hat Drittliga-Absteiger FC Energie Cottbus zumindest den Brandenburger Fußball-Landespokal gewonnen und kann mit den Zusatzeinnahmen für den Aufbau eines neuen Teams planen.

Am Finaltag der Amateure bezwang der frühere Bundesligist den Regionalligisten FSC Optik Rathenow mit 1:0 (0:0). Nach dem insgesamt neunten Erfolg können die Cottbuser wie alle Landespokalsieger neben der TV-Prämie von 121.000 Euro in der ersten Runde des DFB-Pokals auch noch auf ein lukratives Los hoffen.

Für ein Novum sorgte derweil Hansa Rostocks Trainer Jens Härtel, der als Spieler, Co-Trainer und Chefcoach in fünf verschiedenen Wettbewerben Landespokalsieger wurde. Denn Härtel führte am Samstag den einstigen Erstligisten aus der Hansestadt mit dem 4:1 (2:0) gegen den Oberliga-Club Torgelower FC Greif zum fünften Erfolg im Landespokal von Mecklenburg-Vorpommern nacheinander.

Ein dramatisches Duell lieferten sich der FSV Salmrohr und Oberligavertreter TuS Koblenz im Rheinland-Pokal. Koblenz erzielte in der 89. Minute das 2:0, ehe der Sechstligist mit zwei Toren in der vierten und fünften Minute der Nachspielzeit ausglich. Im Elfmeterschießen hatte Salmrohr beim 4:3 die besseren Nerven und holte sich zum neunten Mal den Titel.

Die Amateur-Endspiele ließen sich auch ehemalige Weltklasse-Kicker wie Michael Ballack, Uwe Seeler und Horst Hrubesch nicht entgehen. In Anwesenheit von Ex-Nationalmannschafts-Kapitän Ballack holte sich dessen früherer Club Chemnitzer FC den Sachsen-Titel durch ein 2:0 (1:0) gegen den Drittligisten FSV Zwickau.

Seeler und Hrubesch sahen in Hamburg den dritten Pokalsieg der TuS Dassendorf. Der Cupverteidiger besiegte im Duell zweier Clubs aus Schleswig-Holstein, die im Hamburger Fußballverband beheimatet sind, Regionalliga-Vertreter Eintracht Norderstedt mit 2:1 (0:1).

Drittligist Würzburger Kickers qualifizierte sich als bayerischer Landespokalsieger ebenso für die erste DFB-Pokal-Runde wie Regionalligist SSV Ulm 1846 als Gewinner des Württemberg-Pokals, Oberligist Atlas Delmenhorst als Sieger im Niedersachsenpokal, der SV Rödinghausen (Westfalen), der FC Oberneuland (Bremen) und der FC Viktoria (Berlin).

Fotocredits: Bernd Wüstneck
(dpa)

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