Russischer Leichtathletik-Verband bleibt gesperrt

Buenos Aires – Russische Leichtathleten werden auch bei den Europameisterschaften in Berlin (6. bis 12. August) nicht unter ihrer Landesflagge starten dürfen.

Das Council des Weltverbandes IAAF beschloss in Buenos Aires, dass die im November 2015 wegen des Dopingskandals verhängte Sperre des russischen Verbandes Rusaf in Kraft bleibt. Mehrere Auflagen seien immer noch nicht erfüllt worden.

So habe Russland die Kosten für die Task Force und für Verfahren vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) noch nicht beglichen. Die Behörden hätten die Schlüsse aus dem McLaren-Report, in dem das Doping aufgedeckt wurde, nicht offiziell anerkannt. Zudem sei kein Zutritt zum Moskauer Anti-Doping-Labor und den dort gelagerten Proben der Jahre 2011 bis 2015 gewährt worden.

Der Weltverband hat inzwischen 72 Sportlern aus Russland das internationale Startrecht für 2018 zugesprochen – allerdings als neutrale Athleten. Entsprechende Anträge von 68 Sportlern sind laut IAAF zurückgewiesen worden.

Vor einer Woche hatte die unabhängige Athleten-Integritäts-Einheit der IAAF (AIU) Details von weltweit 109 Dopingfällen veröffentlicht. Auf der Liste stehen auch die Russen Iwan Uchow, der Hochsprung-

Olympiasieger von 2012, die zweimalige Kugelstoß-Weltmeisterin Tatjana Lisenko, die Olympia-Dritte im Weitsprung, Swetlana Schkolina, sowie Ljukman Adams, der 2014 bei der Hallen-WM 2014 den Dreisprung-Titel gewann.

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(dpa)