Schalkes Heidel lehnt Fußball-Experten ab

Gelsenkirchen – Schalkes Sportvorstand Christian Heidel hat Überlegungen von Aufsichtsratschef Clemens Tönnies zurückgewiesen, ihm einen Kaderplaner oder externen Fußballexperten zur Seite zu stellen.

«Ich habe viele Bewerbungen bekommen. Und die bekommen dann auch, wenn sie schriftlich erfolgen, eine Antwort: dass da kein Bedarf besteht. Punkt», stellte Heidel nach dem 1:0-Sieg im letzten Gruppenspiel der Champions League gegen Lokomotive Moskau klar.

Heidel kritisierte offen, dass derartige Gedankenspiele durch einen Bericht der «Bild» an die Öffentlichkeit gelangt seien. «Man muss sicherlich darüber nachdenken, ob es der richtige Weg ist, so etwas öffentlich zu machen», sagte Heidel.

Darüber habe er vor dem Spiel auch mit Tönnies gesprochen. «Er hat zu mir klar gesagt: Er hat ja nur mal laut gedacht und dass die Entscheidung sowieso bei uns liegt. Das habe ich jetzt mal so zur Kenntnis genommen und muss einfach klar sagen, bei uns braucht sich niemand zu bewerben.»

Darüber hinaus bezeichnete der 55-Jährige, an dessen Transferpolitik nach dem Absturz des Revierclubs in der Bundesliga offenbar auch intern die Kritik wächst, es als «völlig legitim», dass der Aufsichtsratschef sich «auch mal Gedanken macht oder eine Idee hat».

Gleichwohl lehnt er ein Modell wie etwa bei Borussia Dortmund mit dem externen Berater Matthias Sammer ab. «Für mich gab es dieses Thema nicht. Deswegen ist dieses Thema für mich ganz sicher erledigt. Dass wir das intern ganz sicher nochmal besprechen werden und auch besprechen müssen. Wie das so abgelaufen ist, das ist ein ganz anderes Thema», sagte Heidel.


(dpa)

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