Schwimm-Verband wirft Frage nach Olympia-Prämien auf

Berlin – Der Deutsche Schwimm-Verband unterstützt seine Athletensprecherin Sarah Köhler bei deren Wunsch nach einer besseren finanziellen Beteiligung von Olympia-Sportlern.

«Ein großes Problem von Olympia ist die teilweise rückwärtsgewandte Illusion eines Amateurlebens in Zeiten des professionalisierten und kommerzialisierten Spitzensports», sagte Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen. «Warum sollte es bei den Olympischen Spielen nicht Prämien wie bei Weltmeisterschaften für erfolgreich platzierte Athleten geben?» Bei der Schwimm-WM in Südkorea hatte der Weltverband Prämien ausgeschüttet, ein Titel wurde etwa mit 20.000 Dollar entlohnt.

Die zweimalige WM-Medaillengewinnerin Köhler hatte angeregt, dass das Internationale Olympische Komitee, einen Teil seiner Einkünfte an die Sportler auszuschütten sollte. Der «Bild am Sonntag» sagte die 25-Jährige, Fußballer würden zwei Jahre in der Bundesliga spielen und hätten ausgesorgt. «Bei uns ist das nicht so. Das IOC sollte uns an seinen Einnahmen beteiligen, so dass wir abgesichert sind», sagte Köhler. Bei der Weltmeisterschaft hatte sie den Titel mit der Freiwasser-Staffel und im Becken Silber über 1500 Meter gewonnen. Köhler ist neben Jacob Heidtmann Athletensprecherin der deutschen Schwimmer.

«Wir können das Anliegen von Sarah Köhler nachvollziehen. Athleten benötigen eine umfassende Förderung und Unterstützung, damit sie beispielsweise die Risiken eines verlängerten Karrieremanagements kompensieren können», sagte Kurschilgen.

Fotocredits: Bernd Thissen
(dpa)

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