Southgate deutet Sterling-Rückkehr an – Lob für Sancho

London – Der englische Fußball-Nationaltrainer Gareth Southgate hat nach der Suspendierung von Raheem Sterling eine baldige Rückkehr des Torjägers angedeutet.

«Wir blicken jetzt nach vorn», sagte Southgate. «Er hat hervorragend trainiert, damit hat sich das.» Er könne sich gut vorstellen, Sterling im EM-Qualifikationsspiel gegen Kosovo einzusetzen. Bedenken habe er nicht. «Keine, überhaupt keine», betonte der Coach. «Wir haben uns entschieden, einen Schlussstrich unter alles zu ziehen.»

Southgate hatte Sterling, der in der bisherigen EM-Qualifikation acht Tore für England erzielt hatte, «aufgrund einer Störung in einem privaten Teambereich» für das Spiel gegen Montenegro aus dem Aufgebot gestrichen, jedoch nicht nach Hause geschickt. «Er ist Teil der Gruppe, das ist das Wichtigste», erklärte Southgate. «Er ist ein wichtiger Teil dessen, was wir tun – das war er und das wird er sein.»

Laut Medienberichten soll Manchester-City-Stürmer Sterling den Liverpool-Profi Joe Gomez angegangen sein. Die beiden waren zuvor schon im Premier-League-Spiel zwischen Liverpool und Manchester City (3:1) aneinandergeraten. Sterling räumte ein, ihn hätten die Emotionen überwältigt. Er soll sich entschuldigt haben. Die Three Lions brauchten noch einen Punkt, um sich für die Endrunde der Europameisterschaft 2020 zu qualifizieren.

Jungstar Jadon Sancho vom Bundesligisten Borussia Dortmund erhielt von Southgate trotz dessen zuletzt durchwachsener Leistungen Lob. «Er hat eine enorme Herausforderung auf sich genommen, in ein anderes Land zu gehen», erklärte Southgate. «Da ist der Fußball, er muss sich an das Leben und die Sprache gewöhnen. Er hat das unglaublich gut gemacht.» Dass es für den 19-jährigen Sancho zuletzt nicht optimal lief, sieht der Coach der Three Lions gelassen. «Jeder junge Spieler hat seine Höhen und Tiefen», erklärte er. «Er hat sehr viel Fußball gespielt, körperlich ist er ein bisschen müde.»

Southgate berichtete auch, dass Sancho zu Beginn der Woche auf ihn zugekommen sei. Die beiden hätten sich 25 Minuten lang ausgetauscht. «Es ist unsere Aufgabe, ihm dabei zu helfen, voranzukommen und sich zu entwickeln», betonte Southgate. Deshalb stehe er auch im regelmäßigen Austausch mit Borussia Dortmund.

Fotocredits: Mike Egerton
(dpa)

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