Studie der TK: Deutsche bewegen sich zu wenig

Studie der TK: Deutsche bewegen sich zu wenig

Eine aktuelle Studie der TK deckte nun auf, was viele bereits ahnten: Die Deutschen bewegen sich viel zu wenig. Gerade einmal 20 Prozent der Bevölkerung treibt mindestens drei Stunden pro Woche Sport. Doch warum ist Deutschland ein Land der Sportmuffel, und wie sehen die Folgen aus?

Zweigeteiltes Deutschland: Sportfans vs. Bewegungsmuffel

Die Techniker Krankenkasse fand in einer groß angelegten Studie heraus, dass nur jeder fünfte Deutsche mindestens drei Stunden pro Woche Sport treibt. Ganze 48 Prozent der Deutschen verzichten ganz auf Sport – immerhin vier Prozent weniger als noch vor drei Jahren. Bei den Umfragen wurde auch deutlich, welchem sozialen Umfeld die Sportmuffel am häufigsten entstammen, denn Niedrigverdiener und Menschen aus bildungsfernen Schichten sind besonders sportfaul. So treiben 40 Prozent der Geringverdiener keinen Sport. Die angegebenen Gründe sind vielfältig und reichen von mangelnder Motivation über Zeitmangel und schlechtes Wetter bis hin zu familiären Verpflichtungen und gesundheitlichen Problemen. Letzteres hält insbesondere chronisch Kranke vom Gang ins Fitnessstudio ab: 60 Prozent der Menschen mit chronischen Erkrankungen verzichten ganz oder größtenteils auf sportliche Aktivitäten.

Folgen für die Gesundheit

Natürlich gibt es in Deutschland auch viele sportliche Menschen. Rund die Hälfte der Bevölkerung gibt an, regelmäßig oder zumindest hin und wieder Sport zu treiben. Sport im Fitnessstudio ist dabei am beliebtesten, gefolgt von Radfahren und Joggen an zweiter sowie Wandern, Fußballspielen und Schwimmen an dritter Stelle. Sieben Prozent der Deutschen treiben sogar intensiv Sport, während 14 Prozent sich selbst als Freizeitsportler bezeichnen und rund drei bis fünf Stunden pro Woche sportlich aktiv sind. Der große Rest setzt sich aus Gelegenheitssportlern zusammen, die ein bis drei Stunden wöchentlich laufen, Rad fahren, schwimmen oder sich im Fitnessstudio betätigen. Rund jeder dritte Deutsche bewegt sich im Alltag jedoch nur 30 Minuten oder weniger – was nicht ohne Folgen für die Gesundheit bleibt. So verbuchte die TK in den letzten Jahren immer mehr Krankheitstage. Häufigste Ursachen sind Krankheiten des Bewegungsapparats, Rückenschmerzen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um gesund und leistungsfähig zu bleiben, empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation daher zwei bis drei Stunden moderates Training pro Woche.

Kein Sport ist Mord

Bewegung ist wichtig, denn sie hält Körper und Seele im Gleichgewicht und beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Rückenbeschwerden vor. Das und die Ergebnisse der TK-Studie sollten Anlass genug sein, zukünftig häufiger die Joggingschuhe anzuziehen oder ins Fitnessstudio zu gehen, um der eigenen Gesundheit etwas Gutes zu tun.


Bildquelle: Thinkstock, 154350490, iStock, Berc

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