Teamchefs warnen vor noch mehr Formel-1-Rennen

Budapest – Teamchefs in der Formel 1 haben vor noch mehr als den 22 möglichen Rennen in der nächsten Saison gewarnt.

«Mir geht es vor allem um die kleineren Teams und deren Mitarbeiter», sagte Beat Zehnder, Teammanager beim Rennstall Alfa Romeo bei einer Pressekonferenz zum Großen Preis von Ungarn. «Bei mehr Rennen bräuchten wir auch mehr Leute», sagte er.

«Ich persönlich hätte lieber weniger Rennen», meinte Claire Williams, Stellvertretende Teamchef bei Williams. Sie fürchtet unter anderem, dass das Interesse an der Formel 1 durch ein Überangebot sinken könnte.

In diesem Jahr stehen erneut 21 Grand Prix auf dem Programm, 2020 könnten es 22 werden, was einen Rekord bedeuten würde. Die katalanische Regierung segnete jüngst einen Plan ab, den Vertrag mit der Formel 1 für ein Jahr zu verlängern. Eigentlich war das Rennen bei Barcelona für kommendes Jahr schon rausgewesen.

Mehr Rennen heißt für Red-Bull-Teamchef Christian Horner zu überlegen, ob die anderen Aktivitäten wie Tests vor und während der Saison im bisherigen Umfang weiter durchgeführt werden sollten. «Es muss kombiniert werden», forderte er. Vor allem vor dem Hintergrund der strikten Motorenregel, die nur eine bestimmte Anzahl von Antrieben zulässt, ohne bestraft zu werden, erklärte auch Ferraris Teamchef Mattia Binotto. Mehr Motoren für mehr Rennen würden mehr Kosten verursachen. «Das würde auch keinen Sinn machen», sagte der Italiener.

Fotocredits: Adam Davy
(dpa)

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