Tennisstar Zverev in London zum Siegen verdammt

London – Trotz der klaren Niederlage gegen Stefanos Tsitsipas blickt Alexander Zverev dem entscheidenden Gruppenspiel bei den ATP Finals zuversichtlich entgegen.

«Ich habe es in der Hand und ich freue mich drauf. Ich kann entscheiden, ob ich am Samstag noch hier bin oder nicht», sagte der Vorjahressieger nach dem 3:6, 2:6 gegen den Weltranglisten-Sechsten Tsitsipas.

Die Szenarien für das Vorrunden-Finale am Freitag in London sind klar: Tsitsipas steht als erster Halbfinalist der Gruppe «Andre Agassi» fest. Gewinnt Zverev gegen den Russen Daniil Medwedew, zieht er unabhängig vom Ausgang des Duells zwischen Tsitsipas und dem Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal ebenfalls in die Runde der besten Vier ein. Zudem ergibt sich nach Angaben der Herren-Organisation ATP sogar eine Option, bei der Zverev auch verlieren könnte. Sollte er Medwedew in drei Sätzen unterliegen und Tsitsipas gegen Nadal gewinnen (egal wie), wäre Zverev ebenfalls im Halbfinale.

«Ich bin fast in der gleichen Situation wie letztes Jahr», sagte Zverev. 2018 gewann er zum Auftakt gegen den Kroaten Marin Cilic, 2019 gegen Nadal. 2018 verlor er das zweite Gruppenspiel in zwei Sätzen gegen Djokovic. Im dritten setzte er sich gegen den Amerikaner John Isner durch, im Endspiel dann revanchierte er sich gegen Djokovic und gewann den bislang größten Titel seiner Karriere.

«Ich habe die Chance, es am Freitag besser zu machen», sagte Zverev nach der vierten Niederlage im fünften Vergleich mit Tsitsipas. «Ich habe heute nicht mein bestes Tennis gespielt. Das muss ich akzeptieren und weiterkämpfen», betonte der 22 Jahre alte Hamburger und wollte sich auf Rechenspiele gar nicht erst einlassen.

Auch das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies verpasste die erste Chance auf den Halbfinal-Einzug. Die French-Open-Sieger unterlagen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut 5:7, 6:7 (3:7) und kämpfen nun am Freitag gegen die bislang sieglosen Kolumbianer Juan Sebastian Cabal/Robert Farah um das Weiterkommen.

Fotocredits: Kirsty Wigglesworth,Steven Paston
(dpa)

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