«Unterschiedsspieler» Sané im Wartestand – Löw: Braucht Zeit

Amsterdam – Viele Fußball-Experten hatten Leroy Sané in Holland in der Startelf erwartet. Doch auch als Joker hätte der 22-Jährige von Manchester City in der Johan-Cruyff-Arena das deutsche Spiel in eine andere Richtung lenken können.

In der 65. Minute schoss Sané, freigespielt von Joshua Kimmich, aus bester Position am langen Eck vorbei. Bundestrainer Joachim Löw scheute sich in Amsterdam noch davor, den schnellen Angreifer als belebendes Element beginnen zu lassen. Am Dienstag gegen Frankreich in Paris könnte das anders sein.

Von den Kollegen bekam Sané, den Löw kurz vor der WM in Russland aus seinem Turnierkader strich, direkt nach dem 0:3 gegen die jungen Niederländer Zuspruch. «Wir haben heute die Qualität von Leroy Sané gesehen. Dass er ein absoluter Unterschiedsspieler sein kann. Und dass uns sein Tempo auch gut tut», sagte der Münchner Joshua Kimmich (23). Und auch Bayern-Kollege Mats Hummels (29) bemerkte als Vertreter der Weltmeister-Fraktion von 2014: «Leroy ist heute sehr gut reingekommen.» Der Flügelspieler war auffällig viel in Aktion.

Sané hat vor dem Neustart in der Naitonalelf berichtet, dass er aus der Ausmusterung vor der WM gelernt habe. Auch die Geburt seiner Tochter habe ihn reifer gemacht. Löw jedoch zögert noch: Sané gehöre zur Reihe der jungen Spieler, die «noch etwas Zeit» bräuchten.

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(dpa)