Vier Athleten erhalten nachträglich Medaillen von EM und WM

Nürnberg – Vier deutsche Leichtathleten haben am Samstag im Rahmen der deutschen Meisterschaften in Nürnberg nachträglich Medaillen vergangener Welt- und Europameisterschaften erhalten.

Die Geherin Melanie Seeger, Kugelstoßerin Petra Lammert, Hindernisläuferin Antje Möldner-Schmidt und Hammerwerfer Markus Esser waren aufgrund von Dopingverstößen von vor ihnen platzierten Sportlern in den Ergebnislisten aufgerückt.

«Es dauert manchmal zehn Jahre, bis ein Athlet seine verdiente Medaille bekommt, aber er bekommt sie wenigstens», sagte Jürgen Kessing, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Der heute 38-jährige Esser musste am längsten auf die nachträgliche Ehrung warten. Ihm wurde die Bronzemedaille von der WM 2005 in Helsinki überreicht. Nach der Disqualifikation des Weltmeisters Iwan Tichon aus Weißrussland rückte er auf Platz drei. Schon 2015 bekam der Leverkusener eine Medaille nachträglich überreicht: EM-Bronze von 2006. «Ich hoffe, das war jetzt das letzte Mal», sagte der Ex-Werfer.

Ex-Kugelstoßerin Petra Lammert rutschte von Rang drei auf Platz zwei bei der EM 2006 in Göteborg vor. Bei der EM vier Jahre später in Barcelona rutschte Geherin Melanie Seeger nach Disqualifikation der russischen Siegerin Olga Kaniskina über die 20 Kilometer auf den Bronzerang. Hindernis-Ass Antje Möldner-Schmidt bekam nach der Disqualifikation der EM-Zweiten 2012, Svetlana Schmidt aus der Ukraine, im Nachhinein Silber zugesprochen.

Fotocredits: Sven Hoppe
(dpa)