Wachablösung durch den FC Bayern oder BVB-Reaktion?

Berlin – Im engen Titelrennen der Fußball-Bundesliga stehen Spitzenreiter Borussia Dortmund und Verfolger FC Bayern München am 25. Spieltag vor Heimaufgaben.

Die Dortmunder treffen am Samstag (15.30 Uhr) auf den Drittletzten VfB Stuttgart, die um lediglich zwei Tore schlechteren Münchner bekommen es zur gleichen Zeit mit dem VfL Wolfsburg zu tun. Dahinter kann der Tabellendritte RB Leipzig mit einem Heimsieg gegen den FC Augsburg den Champions-League-Platz festigen. Darum geht es auch für Borussia Mönchengladbach im Gastspiel beim FSV Mainz 05 (18.30 Uhr). Außerdem treffen der SC Freiburg und Hertha BSC aufeinander.

BLICKPUNKT: Beim Münchner Heimspiel gegen Wolfsburg werden alle Augen auf ein Trio gerichtet sein. Schließlich hatte Bundestrainer Joachim Löw die drei Weltmeister Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller unter der Woche überraschend bei der Nationalmannschaft aussortiert. «Ich bin überzeugt, dass Jérôme, Mats und Thomas mit Leistung vorangehen werden», sagte Trainer Niko Kovac. Ob sie auch alle spielen werden, ist fraglich. Schließlich geht es nicht nur um wichtige Bundesliga-Punkte, sondern auch um den Feinschliff für das Champions-League-Rückspiel gegen den FC Liverpool.

HOFFNUNG: Nur ein Sieg aus den vergangenen acht Pflichtspielen dokumentieren die bedenkliche Krise von Dortmund. Was den Schwarz-Gelben Hoffnung macht, ist ausgerechnet eine Niederlage. 20:5 Torschüsse und eine überzeugende Leistung beim 0:1 gegen Tottenham Hotspur sollen dem BVB helfen, zurück in die Spur zu finden. «In den nächsten Wochen müssen wir liefern. Und am Samstag den Turnaround schaffen», fordert Anführer Marco Reus.

RÜCKKEHR: Nationalstürmer Timo Werner steht nach überstandener Erkältung wieder im Kader von RB Leipzig beim Heimspiel gegen Augsburg. Der Stürmer dürfte unter besonderer Beobachtung stehen, schließlich gibt es seit Wochen Wechselgerüchte um Werner. Zuletzt hatte «Sport Bild» berichtet, der Berater des bis 2020 an RB gebundenen Werner habe sich mit den Bayern schon auf einen Vertrag geeinigt. Das Angebot zur Vertragsverlängerung in Leipzig hat der 23-Jährige bisher nicht wahrgenommen.

ZITTERN: Gladbach hatte nach 20 Spieltagen noch zehn Punkte Vorsprung auf Platz fünf; nun sind es nur noch drei auf Eintracht Frankfurt. Setzt sich die Krise fort, droht der Verlust des so wichtigen vierten Platzes. «So ist der Fußball, man kann einige Dinge einfach nicht erklären», sagt Gladbachs Trainer Dieter Hecking und fordert «mehr Durchschlagskraft und Effizienz». Immerhin liegt den Gladbachern der Gegner aus Rheinhessen: Nur zwei der vergangenen 15 Ligapartien verlor die Borussia gegen die 05-er.


(dpa)

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