Werner entscheidet Topspiel: Leipzig besiegt Gladbach 2:0

Leipzig – Doppelpack-Serientäter Timo Werner hat RB Leipzig auf Rang drei der Fußball-Bundesliga geschossen.

Beim 2:0 (2:0) über Borussia Mönchengladbach traf der Nationalspieler vor 41.939 Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena in der 3. Minute sowie in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. Es war bereits das vierte Mal in dieser Saison, dass der 22-Jährige doppelt traf.

«Es hat sehr viel Spaß gemacht», sagte Doppel-Torschütze Werner beim Pay-TV-Sener Sky. «Wir sind glücklich, dass wir so ein wichtiges Spiel gewinnen konnten. Wir haben gut gestanden, und wir haben auch nach vorne guten Fußball gespielt.»

Für Mönchengladbach setzte sich die Negativ-Serie gegen die Leipziger fort: Auch im fünften Spiel gab es keinen Sieg. Auf Spitzenreiter Borussia Dortmund haben die Rheinländer als Tabellenzweiter mittlerweile sieben Punkte Rückstand. «Der Abstand zu Gladbach wäre sonst sehr groß geworden», sagte Werner, dessen Team als Dritter nur einen Zähler hinter der Borussia liegt.

Enttäuscht waren die Gladbacher. «Das waren Tore, die wir so nicht kriegen dürfen», kommentierte Tobias Strobl. Beim ersten Treffer «können wir dreimal klären», klagte er. Der zweite Werner-Einschuss «war ein kleiner Genickbruch.»

RB-Trainer Ralf Rangnick konnte auf seine derzeit stärkste Mannschaft zurückgreifen – und das zahlte sich aus. Auch die bei den beiden 0:1-Niederlagen beim VfL Wolfsburg und bei RB Salzburg fehlenden Mittelfeldspieler Kevin Kampl und Marcel Sabitzer sowie der in der Europa League nicht einsatzfähige Diego Demme standen wieder im Kader. Insgesamt rotierte Rangnick auf acht Positionen im Vergleich zum vergangenen Donnerstag. Dieter Hecking schickte die erwartete Formation ohne die verletzten Matthias Ginter und Jonas Hofmann auf den neuen Rasen des Leipziger Stadions.

Und vor allem die Rückkehr der Leipziger Mittelfeld-Achse machte sich bei strömendem Regen bezahlt. Von der ersten Minute an waren Kampl und Sabitzer in der Vorwärtsbewegung sowie Demme als Abräumer mit die auffälligsten RB-Akteure. Sabitzer bereitete mit einem sehenswerten Doppelpass mit Werner auch das 1:0 vor und hatte in der Folgezeit selbst mehrere gute Einschussmöglichkeiten.

In einem Spiel, das durch hohes Tempo von beiden Seiten geprägt war, hatte Leipzig durch die größere Effizienz im Abschluss Vorteile. Denn Borussia hätte durchaus treffen müssen. Lars Stindl hatte zwei sehr gute Möglichkeiten, scheiterte beide Male am stark reagierenden Peter Gulacsi im RB-Tor. Und Thorgan Hazards Nachschuss konnte Ibrahima Konaté gerade noch stören. Zumeist verstand es aber die gut organisierte Leipziger Abwehr, den Borussia-Angriff weit genug vom eigenen Tor fernzuhalten.

Vorentscheidenden Charakter hatte das 2:0 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte. RB konterte über Werner und Yussuf Poulsen, Gladbachs Torhüter Yann Sommer verließ zu früh den Strafraum, so dass Werner keine Mühe hatte, zu vollenden.

Nach der Pause ließ RB die Borussia kommen, ohne dabei Gefahr zu laufen, überrumpelt zu werden. Lediglich bei einer Hazard-Flanke, die von Dayot Upamecano abgefälscht wurde und am Pfosten landete (75.), war der Tabellenzweite einem Treffer nahe. Die Leipziger beließen es bei gelegentlichen Kontern, die zumeist aber zu ungenau in der gefährlichen Zone gespielt wurden und damit verpufften.

Fotocredits: Jan Woitas
(dpa)