Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Neuer: Als Torwart nicht einmal ernsthaft gefordert. Musste diesmal nicht wie gegen Ukraine Glanztaten zeigen. Spielte gut mit.

Höwedes: Bearbeitete die rechte Seite gewohnt ordentlich. Souverän bei Kopfbällen. Bei den wenigen Vorstößen fehlt ihm die Präzision.

Boateng: Der Bayer stand wie ein Bollwerk. Störte bei Miliks Chance (46.) entscheidend und rettete in großer Not gegen Lewandowski (60.).

Hummels: Beim Comeback erst mit Schwierigkeiten. Ließ sich von Lewandowski (15.) austricksen. Fand immer besser in die Partie und profitierte von seinem ausgezeichneten Stellungsspiel.

Hector: Höchste Laufleistung im ganzen Team schon zur Halbzeit. Leitete im Zusammenspiel mit Draxler viele gute Angriffe ein.

Khedira: Nach Foul an Milik (4.) früh verwarnt. Dann sicher in der Zweikampfführung. Bei seinen Abschlüssen aber zu überhastet.

Kroos: Der souveräne Balleroberer in der Schaltzentrale. Verhinderte viele Polen-Konter. Gute Chance nach cleveren Müller-Zuspiel (16.).

Müller: Mit großem Aktionsradius und frechem Trick gegen Piszczek (16.). Es fehlte aber die Effektivität. Verzettelte sich zu oft.

Özil: Sucht weiter seine Turnierform. Die genialen Momente fehlen dem Weltmeister. Scheiterte bei guter Chance an Polens Torwart (69.).

Draxler: In Halbzeit eins leitete der Wolfsburger über links viele Angriffe ein. Nach dem Wechsel auf rechts mit weniger Impulsen.

Götze: Gleich eine gute Kopfballchance (4.). Weitere Möglichkeit kurz nach dem Wechsel. Rieb sich an den kantigen Polen auf.

Schürrle: Setzte nach seiner Einwechslung gleich Akzente. Vorlage auf Özil (69.). Kurz darauf Schusschance aus spitzem Winkel.

Gomez: Kam in der 71. Minute für Draxler. Blieb in der Sturmspitze ohne Durchschlagskraft und ohne Chance.

Fotocredits: Abedin Taherkenareh

(dpa)