«Not»-Trainer Wagner: Turbulenzen in Führung kein Alibi

Berlin – Trainer David Wagner will die Turbulenzen in der Führungsetage von Schalke 04 um den Rückzug von Finanzchef Peter Peters nicht als Alibi für schlechte Leistungen seiner Mannschaft akzeptieren.

«Wir werden nicht nach Entschuldigungen suchen, sondern nach Lösungen. Dass wir in diesem Verein vielfältige Schwierigkeiten haben, ist auch hinlänglich bekannt», sagte der 48-Jährige nach dem 1:1 der Königsblauen am Sonntag beim 1. FC Union Berlin.

Indirekt bestätigte Wagner aber auch, dass die Störgeräusche das Team beschäftigen. «Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft versucht, und das hat sie auch geschafft, sich auf dieses Spiel einzulassen und das wird sie auch in Zukunft schaffen», sagte Wagner.

Nach zwölf Spielen ohne Sieg droht Schalke bei einem weiteren Misserfolg am 14. Juni (18.00 Uhr/Sky) gegen Bayer Leverkusen ein Vereins-Negativrekord. «Es würde mich natürlich alles andere als glücklich stimmen, aber weder im Erfolg noch im Misserfolg geht es dabei um mich», sagte Wagner auf die Frage, ob es ihn ärgern würde, als erster Schalke-Trainer 13 Spiele ohne Sieg zu bleiben.

Nach dem ersten Punktgewinn seit dem Wiederbeginn der Fußball-Bundesliga nach der Corona-Zwangspause ist Schalke mit 38 Zählern Tabellenzehnter mit nur noch geringen Aussichten auf einen Europacup-Startplatz.

Wagner bezeichnete diverse taktische und personellen Entscheidungen im Spiel gegen Union als «aus der Not geboren», wie den Einsatz von Salif Sané im defensiven Mittelfeld und den von Bastian Oczipka als Manndecker. «Das alles ist aus der Not geboren und das zeigt, wie viel Not wir haben», sagte Wagner. Dennoch habe sein Team gegen Union aus seiner Sicht nicht enttäuscht. Er sei mit «dem Fight, den die Jungs angeboten haben absolut einverstanden.»


(dpa)

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