Profis bei Beach-Restart «richtig aufgeregt»

Düsseldorf – Karla Borger ist erst einmal «richtig aufgeregt». Das erste Wochenende war auch für die deutsche Beachvolleyball-

Meisterin, ehemalige Vize-Weltmeisterin und Olympia-Neunte aus Stuttgart Neuland.

Statt jubelnder und singender Fans auf den Tribünen feierten die Anhänger vor Computern, Handys und Tablets die Wiederauferstehung einer Sportart, die durch die Corona-Krise praktisch das komplette bisherige Jahr 2020 auf Eis gelegen war.

«Den letzten Wettkampf zuvor hatte ich im November des Vorjahres», sagte die 31 Jahre alte Abwehrspielerin Borger nach dem Auftakt der neuen Wettkampfform. In der privat initiierten Beach-Liga stehen sich auf dem Gelände der Merkur-Spiel-Arena über 30 Tage je acht Frauen- und Männerteams gegenüber, zum Abschluss gibt es Final Fours um den Gesamtsieg. Die Spiele finden wegen der Corona-Pandemie ohne Fans und unter strengen Hygiene- und Sicherheitsauflagen statt.

Dank Livestream und Chats ist die junge Beachvolleyball-Gemeinde interaktiv dabei. Immerhin bis zu 4500 Nutzer verfolgten beim Streaming-Dienst twitch gleichzeitig die ersten Partien.

«Es macht einfach wieder Spaß, auf dem Feld zu stehen», betonte Borger, die in Düsseldorf auf ihre Meister-Partnerin Julia Sude verzichten muss. Sude konzentriert sich nach der Olympia-Verschiebung und der Absage der Welttour-Turniere auf ihr Zahnmedizin-Studium.

Doch auch mit ihrer jungen Partnerin Svenja Müller gibt Borger in der neuen Beach-Liga den Ton an. Das neue Duo gewann am Sonntag auch sein drittes Spiel. Nachdem sich Borger/Müller nach nur wenigen gemeinsamen Trainingstagen gegen das Nationalteam Victoria Bieneck und Isabel Schneider (Hamburg) glatt mit 2:0 (21:18, 21:18) durchgesetzt hatten, gewannen sie auch gegen Melanie Gernert und Sarah Schulz (Berlin/Gonsenheim) mit 2:0 (21:16, 23:21). Die 19 Jahre alte Dortmunderin Müller gilt als eines der größten Block-Talente im deutschen Beachvolleyball.

Auch Kim Behrens und Cinja Tillmann (Stuttgart/Senden) gewannen ihre ersten drei Spiele. Gesprengt wurde das favorisierte Nationalteam Bieneck/Schneider, für Blockspielerin Bieneck sind wegen einer Bauchmuskelverletzung die Liga-Spiele beendet. Schneider setzt mit Ersatzpartnerin Silke Schrieverhoff aus Köln den Wettbewerb fort.

Fotocredits: Marius Becker
(dpa)

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