Schalke hakt 0:2-Niederlage gegen Salzburg rasch ab

Salzburg – Als der Mannschaftsbus des FC Schalke 04 wenige Minuten nach Mitternacht das Salzburger Stadion verließ, hatten die Insassen das zuvor Erlebte im Grunde schon abgehakt.

Das 0:2 (0:1) mit einem B-Team gegen RB Salzburg zum Abschluss der Gruppenphase in der Europa League war für die Königsblauen die am leichtesten zu verschmerzende Niederlage der Saison. Die Gedanken kreisten bereits um das wichtige Heimspiel am Sonntag in der Fußball-Bundesliga gegen Bayer Leverkusen. «Und die Niederlage hier spielt dafür überhaupt keine Rolle», versicherte Sportvorstand Christian Heidel.

Der aus der Europa League ausgeschiedene österreichische Meister konnte vor 23 133 Zuschauern nach Toren von Xaver Schlager (22. Minute) und Josip Radosevic in der Nachspielzeit einen nicht unverdienten Sieg bejubeln. Schalke nutzte in der dominanten zweiten Hälfte seine Chancen nicht. «Wir wären gerne ungeschlagen durch die Gruppenphase gegangen», sagte Heidel.

Viel wichtiger als dieses Ziel war Schalke-Coach Markus Weinzierl aber, praktisch alle Stammkräfte für das Leverkusen-Spiel geschont zu haben. Sie konnten daheim vor dem Fernseher entspannen. «Die Phase bis Weihnachten ist ganz wichtig», sagte Weinzierl zum Liga-Endspurt.

Schalke und Leverkusen haben jeweils 17 Punkte. Nur der Sieger des direkten Duells bleibt dran an den internationalen Startplätzen. «Wir konzentrieren uns total auf das Leverkusen-Spiel», sagte Heidel.

In der Europa League haben die Schalker insgesamt einen Klassejob gemacht. Bei der Auslosung der ersten K.o.-Runde am 12. Dezember in Nyon zählen sie zu den 16 gesetzten Teams. Das nächste «große Ziel» sei es, das Achtelfinale zu erreichen, sagte Heidel.

In Salzburg musste sich der Sportvorstand über einige der knapp 10 000 mitgereisten Schalker Anhänger ärgern. Sie brannten während des Spiels im Gäste-Fanblock immer wieder Pyro-Technik ab. «Das ist keine schöne Randgeschichte», sagte Heidel. Das Fehlverhalten dürfte für den Verein auf jeden Fall eine Strafe der UEFA zur Folge haben.

Fotocredits: Andreas Gebert
(dpa)

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