«Unsere Kurve» kann sich Fan-Auflauf nicht vorstellen

Frankfurt/Main – Die Organisation «Unsere Kurve» befürchtet keinen Fan-Aufstand vor Stadien, wenn in der Bundesliga der Ball wieder rollen sollte.

«Ich bin mir sicher, dass sich die aktiven Fußballszenen an die behördlichen Auflagen halten, wenn es denn zu Geisterspielen kommen sollte», sagte Sprecherin Helen Breit der Deutschen Presse-Agentur. Zuletzt hatten Polizei und auch Politiker entsprechende Befürchtungen geäußert.

«Die aktiven Fans-Szenen haben sich schon immer durch gesellschaftliche Verantwortung ausgezeichnet. Das hat man auch daran gesehen, dass die Ultras in der Corona-Krise mit die ersten waren, die sich mit Hilfsaktionen engagiert haben. Deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass die Auflagen unterlaufen werden», erklärte Breit. «Unsere Kurve» könne nicht für eine ganze Gruppe in Deutschland sprechen, «aber ich gehe davon aus, dass sich alle ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind».

Natürlich werde die Fanszene weiter aktiv ihre Meinung vertreten und dabei für Protest kreative Möglichkeiten suchen. «Theoretisch kann man dies auch in einer genehmigten Demonstration tun, wie es zum Beispiel letzte Woche in Freiburg zu einem anderen Thema der Fall war», so Breit. Die Gewerkschaft der Polizei hat vor möglichen Fan-Ansammlungen vor den Stadien gewarnt. «Unsere Kurve», «Fanszenen Deutschland» und «ProFans» hatten in der Corona-Krise einen grundlegenden Wandel im Profifußball gefordert.


(dpa)

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