Zwei Premieren und ein Torwart-Oldie

Moskau – 32 Teams, 64 Spiele, ein erfolgreicher Titelverteidiger? Bundestrainer Joachim Löw setzt bei der großen Mission auf einen Stamm an Spielern, die 2014 in Brasilien triumphierten und viele WM-Neulinge.

Ein Mexikaner steht bereits vor seiner fünften WM-Teilnahme. Die Zahlen zur Fußball-Weltmeisterschaft in Russland:

2 – Zwei Nationen feiern in Russland ihre WM-Premiere: Panama und Island sind zum ersten Mal dabei. Nach der sensationellen Qualifikation rief Panamas Präsident Juan Carlos Varela sogar einen landesweiten Feiertag aus.

9 – So viele Spieler aus dem deutschen Weltmeister-Kader von 2014 sind auch in Russland wieder mit dabei. Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Matthias Ginter, Mats Hummels, Julian Draxler, Sami Khedira, Toni Kroos, Mesut Özil und Thomas Müller wollen ihren Teil zu einer erfolgreichen Titelverteidigung beitragen.

10 – Zehn Tore hat Thomas Müller bereits bei Weltmeisterschaften erzielt. Vor dem Start ist er damit der erfolgreichste WM-Torschütze aller teilnehmenden Spieler. Auf Platz zwei liegt ebenfalls ein Offensivmann des FC Bayern München: der Kolumbianer James Rodríguez.

11 – In elf Städten wird gespielt. Die russische Hauptstadt Moskau hat dabei sogar zwei WM-Stadien: die Arena des Traditionsclubs Spartak sowie das renovierte Luschniki-Stadion, wo das Eröffnungsspiel und das Finale stattfinden.

19 – Der Australier Daniel Arzani ist der jüngste WM-Spieler in Russland. Im Vergleich zu anderen Weltmeisterschaften ist der Turnier-Youngster mit 19 Jahren relativ alt. 2002, 2006, 2010 und 2014 waren die jüngsten WM-Spieler immer entweder 17 oder 18 Jahre alt.

32 – Rund 32 Millionen Euro erhält der Weltmeister von der FIFA. Insgesamt sollen die Prämien im Vergleich zur WM in Brasilien 2014 um 40 Prozent steigen. 668 Millionen Euro werden an die 32 teilnehmenden Verbände ausgeschüttet – der Großteil, nämlich 338 Millionen Euro, davon als Preisgeld.

45 – 45 Jahre ist der ägyptische Stammtorwart Essam el-Hadary alt. Wenn er bei der WM spielt, löst er den Kolumbianer und früheren Kölner Faryd Mondragon als ältesten Spieler ab, der bei einer WM gespielt hat.

67 – So viele WM-Spieler sind in den beiden höchsten deutschen Fußball-Ligen aktiv. Noch mehr Turnier-Teilnehmer spielen in England (124) und Spanien (81). Der in Russland am besten repräsentierte Club ist Manchester City: 16 Profis vom englischen Meister sind dabei – wäre Leroy Sané von Bundestrainer Joachim Löw nicht aus dem Kader gestrichen worden, wäre es sogar noch einer mehr.

74 – Europa ist im Vereinsfußball weiter das Maß aller Dinge. 74 Prozent der WM-Fahrer spielen in einer europäischen Liga.

100 – Alle – also 100 Prozent – der englischen WM-Spieler spielten in der abgelaufenen Saison in der heimischen Premier League. Russland (21 von 23 Spielern) und Saudi-Arabien (20 von 23 Spielern) setzen ebenfalls größtenteils auf Spieler, die ihr Geld im eigenen Land verdienen. Die senegalesischen und schwedischen Nationalspieler sind dagegen alle im Ausland aktiv.

200 – So viele der insgesamt 736 für die WM nominierten Spieler waren zuvor schon einmal bei einer WM. 186 von ihnen waren bereits 2014 in Brasilien dabei, 61 vier Jahre zuvor in Südafrika und 21 im Jahr 2006 in Deutschland. Ein Spieler reiste sogar bereits vor 16 Jahren mit seinem Team zum Turnier nach Japan und Südkorea: Für den Mexikaner Rafael Márquez ist es in Russland bereits die fünfte WM-Teilnahme.


(dpa)

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