Tommie Smith über kniende Fußballer: «Das ist Veränderung»

Los Angeles – Der für seinen Protest bei den Olympischen Spielen 1968 weltberühmt gewordene amerikanische Sprinter Tommie Smith freut sich über die knienden Profis in der Fußball-Bundesliga.

«Das ist Veränderung», sagte der inzwischen 76-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur über die zunehmende Zahl von Sportlern und ganzen Mannschaften, die sich mit den Anti-Rassismus-Protesten in den USA solidarisieren. «Diese Athleten verändern etwas, indem sie sich zusammentun. Das sehen Leute und verstehen die Notwendigkeit für eine Veränderung. Ich unterstütze diese Sportler sehr.»

Smith hatte 1986 nach seinem Olympiasieg über 200 Meter in Mexico-Stadt auf dem Siegerpodest die rechte Faust in einem schwarzen Handschuh in den Nachthimmel gestreckt – das Zeichen der Black-Power-Bewegung. Bronzemedaillengewinner und Teamkollege John Carlos zeigte die gleiche Geste mit dem linken Arm. Die Fotos gingen um die Welt und die Aktion wurde zu einem Meilenstein in der Bürgerrechtsbewegung.

Fotocredits: Oliver Killig
(dpa)

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