Werder spricht sich Mut zu, Eintracht wohl gerettet

Bremen – Werder-Trainer Florian Kohfeldt wollte von einem K.o.-Schlag im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga nichts wissen.

«Wir sollten heute enttäuscht sein, weil das ein Rückschlag war. Aber es war kein Knockout, weil die Leidenschaft gestimmt hat», sagte der Coach des Tabellen-Vorletzten nach dem 0:3 gegen Eintracht Frankfurt. Während die Bremer die Chance verpassten, erstmals seit dem 20. Spieltag wieder auf den Relegationsplatz zu springen, dürften sich für die Frankfurter etwaige Abstiegssorgen endgültig erledigt haben.

DIE LAGE FÜR WERDER: Mit zuletzt sieben Punkten aus drei Spielen war Werder im Aufwind. Mit einem Sieg gegen Frankfurt hätten die Bremer Fortuna Düsseldorf von Platz 16 verdrängt. So aber bleiben sie Tabellen-17. mit zwei Zählern Rückstand auf die Fortuna und drei auf den 15. FSV Mainz 05. «Es ist nichts verloren, es ist schwer, das war es auch vorher», sagte Kohfeldt. Werders Restprogramm: Wolfsburg (Heim), Paderborn (Auswärts), Bayern (H), Mainz (A) und am letzten Spieltag Köln (H). «Wir haben jetzt keine Zeit, dem lange nachzutrauern. Am Sonntag geht es gegen Wolfsburg. Der Weg zum Klassenerhalt ist heute schwieriger geworden, aber er ist nicht unmöglich. Wir werden weiter kämpfen», sagte Kohfeldt.

DIE LAGE FÜR FRANKFURT: André Silva (61. Minute) und der eingewechselte Stefan Ilsanker (81./90.) mit seinen Premieren-Treffern in der Bundesliga sorgten für den wohl entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt. Als Elfter mit 35 Zählern dürfte das zwischenzeitlich aufgekommene Schreckensszenario endgültig verscheucht sein – wenngleich Hütter mahnte: «Sieben Punkte in drei Spielen waren ungeheuer wichtig, aber wir sind erst durch, wenn es rechnerisch perfekt ist.» Frankfurts Restprogramm: Mainz (H), Hertha (A), Schalke (H), Köln (A), Paderborn (H).

DER ÜBERRASCHUNGS-TORSCHÜTZE: In seinem 87. Bundesliga-Spiel tat sich Stefan Ilsanker erstmals als Torschütze hervor – und dann gleich mit einem Doppelpack. «Ich glaube, das ist das Ketchupflaschen-Prinzip: Lange kommt gar nix, dann kommt gleich alles auf einmal», scherzte der 31 Jahre alte Österreicher nach seinen Toren. Das erste erzielte er nur 20 Sekunden nach seiner Einwechslung.

Fotocredits: Stuart Franklin
(dpa)

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