Am Becker-Geburtstag: Tennis-Team strebt ins Halbfinale

Madrid – Zum Reinfeiern blieb den deutschen Tennis-Herren keine Zeit. Doch mit einem Sieg gegen Großbritannien im Viertelfinale der Davis-Cup-Endrunde will die deutsche Mannschaft Tennis-Legende Boris Becker ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk machen.

Becker wird am heutigen Freitag 52 Jahre alt und seinen Ehrentag mit dem deutschen Team verbringen. Denn als Chef für die Herren im Deutschen Tennis Bund ist der dreimalige Wimbledonsieger fester Bestandteil des Teams in Madrid, feuert die Spieler immer wieder an und steht Teamchef Michael Kohlmann mit Rat und Tat zur Seite.

«Ich glaube, dass das für alle Jungs Grund genug ist, sich nicht nur hundert Prozent reinzuhängen, sondern sogar noch ein bisschen mehr», sagte Kohlmann mit Blick auf das Duell gegen Großbritannien mit Andy Murray an Beckers Geburtstag. Mit ihren beiden Erfolgen gegen Argentinien und Chile und Platz eins in der Vorrunden-Gruppe C hat die DTB-Auswahl die Erwartungen bei der neuen Endrunde bereits erfüllt. Zufrieden sind die Spieler damit aber noch nicht.

Das Ziel heißt jetzt Halbfinale, wo es dann zu einem Duell mit Gastgeber Spanien mit dem Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal kommen könnte. Doch zunächst ist der Fokus auf die Briten gerichtet, die sich am Donnerstag im entscheidenden Gruppenspiel gegen Kasachstan durchsetzten. Der frühere Weltranglisten-Erste Andy Murray wurde dabei geschont, nachdem er am Tag zuvor gegen die Niederlande im Einzel über drei Gewinnsätze gehen musste. Angesichts der langen Pause nach einer Hüftoperation und dem Comeback erst im Herbst dieses Jahres muss Murray mehr denn je auf seinen Körper hören.

Am Freitag rechnet Kohlmann aber wieder mit Murray, was die Aufgabe noch schwerer macht. «Ich würde mir natürlich wünschen, dass er nicht spielt», sagte der deutsche Teamchef. Doch realistischer ist, dass Murray ab 17.30 Uhr (DAZN) das Eröffnungseinzel gegen den in Madrid bislang starken Philipp Kohlschreiber bestreitet. Danach trifft Jan-Lennard Struff dann entweder auf Daniel Evans oder Kyle Edmund. Die Entscheidung könnte dann im Doppel fallen, wo Kevin Krawietz und Andreas Mies bei ihrem Davis-Cup-Debüt bislang noch ungeschlagen sind. «Ich bin froh, dass wir ein so starkes Doppel haben. Das wird auch von den Gegnern registriert», sagte Kohlmann.

Fotocredits: Daniel Bockwoldt
(dpa)

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