Bamberg-Manager Beyer muss sofort gehen

Bamberg – Brose Bamberg hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Geschäftsführer Rolf Beyer getrennt. Als Grund nannte der Basketball-Bundesligist in einer knappen Meldung «finanzielle Unregelmäßigkeiten».

Nur die zusätzliche Finanzhilfe von Hauptsponsor Brose und Aufsichtsratschef Michael Stoschek habe die Bamberger Basketball GmbH vor einer Insolvenz bewahrt, hieß es. Um welche Unregelmäßigkeiten es sich handelt und wie groß der Schaden ist, das präzisierte der fränkische Spitzenclub auf Anfrage nicht. Beyer war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Er hätte den Verein zu Jahresende ohnehin auf eigenen Wunsch verlassen. Als Nachfolger sicherten sich die Bamberger die Dienst von Arne Dirks vom Deutschen Volleyball-Verband, der am 1. Januar 2019 anfängt. Bis dahin werde Brose-Manager Niklas Beyes die Geschäfte führen.

Beyer hatte im Sommer 2014 die Nachfolge von Wolfgang Heyder in der Geschäftsführung der Bamberger angetreten. Damals hatte der Verein nach vier Meisterschaften in Serie das Playoff-Finale der Bundesliga verpasst. Mit Beyer und Trainer Andrea Trinchieri waren die Franken in den drei Jahren danach in der Bundesliga wieder nicht zu schlagen.

Clubboss und Basketball-Mäzen Stoschek dankte im September bei der Verkündung des Geschäftsführer-Wechsels dem scheidenden Beyer und resümierte: «Der sportliche Erfolg des Bamberger Basketballs in den letzten Jahren ist eng mit seiner Person verbunden.»

Fotocredits: David-Wolfgang Ebener
(dpa)