Hoeneß: Löw muss bis zur EM 2020 liefern

München – Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat nach dem Desaster der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM klare Erwartungen an Bundestrainer Joachim Löw und den DFB geäußert. Das Vorrunden-Aus sei «ein Alarmzeichen» gewesen.

«Es muss sich etwas ändern», forderte der Präsident des FC Bayern München in der Sendung «Wontorra – der Fußball-Talk» des TV-Senders Sky Sport News HD. Ein zentraler Vorschlag von Hoeneß lautet, die Nationalmannschaft aus dem Deutschen Fußball-Bund herauszulösen und mit einem «professionellen Management» auszustatten. Die DFB-Führung um Präsident Reinhard Grindel könne als Aufsichtsrat fungieren.

Löw habe angesichts eines laufenden Vertrages bis zur nächsten WM 2022 in Katar und wegen der vorangegangenen Erfolge als Bundestrainer in der Amtszeit seit 2006 eine Chance zum Neubeginn verdient. «Er hatte einen Bonus», sagte Hoeneß. Der 58 Jahre alte Löw müsse aber schnell wieder erfolgreiche Arbeit leisten, sonst könne der DFB «immer noch reagieren», erklärte Hoeneß: «In zwei Jahren ist eine Europameisterschaft, bis dahin muss er die Mannschaft wieder in Schwung gebracht haben.» Ansonsten geht der Bayern-Präsident davon aus, dass Löw dann selbst entsprechende Konsequenzen ziehen würde. «Er wird jetzt hart arbeiten und sonst sagen: Arrivederci!»

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(dpa)