Michael Lehner neuer Vorsitzender der Doping-Opfer-Hilfe

Berlin – Sportrechtler Michael Lehner ist neuer Vorsitzender der Doping-Opfer-Hilfe (DOH). Auf der Mitgliederversammlung in Berlin wurde der 64 Jahre alte Jurist als Nachfolger von Ines Geipel gewählt.

Geipel hatte nach internen Zerwürfnissen und externen Vorwürfen ihr Amt zur Verfügung gestellt. «Die DOH hat großartige Arbeit geleistet. Ohne sie wäre die Kehrseite des Sports nicht so ins Bewusstsein gerückt», sagte Lehner.

Zuletzt war die DOH in die Negativschlagzeilen gerückt, nachdem es Anschuldigungen gegeben hatte, dass Anträge von Geschädigten nicht gründlich geprüft worden seien. Somit sei Trittbrettfahrern der Zugang zur Einmalzahlung für durch das DDR-Dopingsystem betroffene Ex-Sportler verschafft worden. Zu den Kritikern zählte insbesondere Anti-Doping-Kämpfer Werner Franke.

Unterdessen wurde auf der Mitgliederversammlung über eine mögliche Kooperation mit der Sportler-Vereinigung Athleten Deutschland diskutiert. Die DOH setzt sich für Opfer ein, die durch das Dopingsystem geschädigt wurden. Der Fonds wird vom Bund im nächsten Jahr mit 13,65 Millionen Euro unterstützt.

Fotocredits: Marijan Murat
(dpa)