Tschechen setzen auf Altstars: Hoffen auf Rosicky

Prag (dpa) – Der Europameister von 1976 – damals noch als Tschechoslowakei – ist Dauergast bei EM-Endrunden. Bereits zum sechsten Mal in Serie ist das Team von Trainer Pavel Vrba in Frankreich dabei.

Tschechien gelang eine souveräne Qualifikation und gewann unter anderem beide Spiele gegen den WM-Dritten Niederlande. Auch beim Turnier in der Gruppe D mit Titelverteidiger Spanien, Kroatien und die Türkei scheint ein Weiterkommen realistisch. Erster Gegner ist am 13. Juni in Toulouse sogleich Spanien. Dann ist allerdings Abwehrspieler Marek Suchy vom FC Basel noch gesperrt.

Vrba ist in seiner Heimat so etwas wie der Coach schlechthin. Der 52-Jährige wurde zum sechsten Mal hintereinander zu Tschechiens Trainer des Jahres gekürt. Anders als etwa bei Bundestrainer Joachim Löw gehören nach wie vor viele Altstars noch zum tschechischen Kader.

Torhüter Peter Cech (FC Arsenal) geht in sein viertes EM-Turnier. Der Kapitän ist als Nummer eins nach wie vor unumstritten. Unklar ist noch die Teilnahme des früheren Dortmunders Tomas Rosicky (35), der seit Monaten verletzt ist. Wird der Arsenal-Profi nicht fit, braucht Vrba auch eine neuen Anführer auf dem Platz. Die meisten Probleme bestehen im Angriff, bester Torschütze in der Qualifikation war Mittelfeldspieler Borek Dockal von Sparta Prag mit vier Treffern.

Fotocredits: Facundo Arrizabalaga