Walther-Bensemann-Preis für Horst Hrubesch

Nürnberg – Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch erhält den Walther-Bensemann-Preis 2018 von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur.

Der langjährige DFB-Coach wird bei einer Gala am 26. Oktober in Nürnberg ausgezeichnet, wie die Akademie mitteilte. «Niemand prägte in diesen, nach 2000 auch weichenstellenden Jahren für den deutschen Fußball die Entwicklung der talentiertesten Junioren auf Bundesebene so entscheidend wie Horst Hrubesch», sagte der Juryvorsitzende Rainer Holzschuh.

Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro will Hrubesch für soziale Zwecke zur Verfügung stellen. Der 67-Jährige bekommt den Bensemann-Preis für «außergewöhnliches Engagement mit Mut und Pioniergeist, für gesellschaftliche Verantwortung, Fairplay und interkulturelle Verständigung im Umfeld des Fußball». Er ist nach dem Gründer des Sportmagazins «Kicker» benannt.

Den Preis für den Fußball-Podcast des Jahres erhalten Max-Jacob und Frank Helmschrott für das Projekt Rasenfunk. Fußballbuch des Jahres ist «90 oder Die ganze Geschichte des Fußballs in neunzig Spielen» von Christian Eichler. Der Bildungspreis geht an das Wuppertaler Projekt «Kick mit Physik».

Über den Fußball-Spruch des Jahres entscheidet am 26. Oktober das Publikum. In die Auswahl schafften es Thomas Hitzlsperger («Die Schweden sind wie die Mittdreißiger in der Disco: Hinten reinstellen und warten, ob sich was ergibt»), Nils Petersen («Salopp gesprochen, verblöde ich seit zehn Jahren, halte mich aber über Wasser, weil ich ganz gut kicken kann»), Kevin-Prince Boateng («Bruder, schlag den Ball lang») und Felix Kroos: Er hatte zur Leistung seines Bruders Toni beim WM-Spiel gegen Schweden, als dieser zwar den Siegtreffer erzielte, aber durch einen Fehlpass auch das Gegentor einleitete, getwittert: «Stark! Ein Tor gemacht, eins vorbereitet.»

Fotocredits: Marcel Kusch
(dpa)