Bund will Training im Freizeitsport wieder erlauben

Berlin – Der Bund will den Startschuss zur Wiederaufnahme des Sport- und Trainingsbetriebs im Breiten- und Freizeitsport in Deutschland geben.

Das geht aus der der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschlussvorlage des Bundes für die Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder am 6. Mai hervor.

Erlaubt werden demnach zunächst nur sportliche Aktivitäten unter freiem Himmel und unter Bedingungen sein, auf die sich die Sportminister der Länder am 28. April geeinigt hatten. Dort werden als Bedingungen für die Wiederaufnahme des vereinsbasierten Sportbetriebs unter anderem genannt, dass eine ausreichende Distanz von 1,5 bis 2 Metern gewährleistet und der Sport kontaktfrei ausgeübt wird. Zudem müssten Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen, insbesondere bei der gemeinsamen Nutzung von Sportgeräten konsequent eingehalten werden.

Darüber hinaus haben die Spitzenverbände des Deutschen Sportbundes Konzepte mit Übergangsregeln für ihre Sportarten entwickelt, die dem noch besseren Schutz vor Coronavirus-Infizierungen dienen sollen. So dürfen im Golf und Tennis nur eigene Bälle benutzt werden oder Kanuten und Ruderer zunächst nur im Einer trainieren. Für Mannschaftssportarten beginnt es mit Individualtraining, bevor Übungen in Kleinstgruppen erlaubt sein werden.

«Sportdeutschland ist bereit und braucht nun klare und möglichst einheitliche Rahmenbedingungen für eine verantwortungsbewusste Rückkehr zu einem angepassten Sport», sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann kurz vor der Entscheidung über die Lockerungen im Sport. Einige Bundesländer wie Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg hatten bereits erste Schritte zurück zur Normalität im Sport gemacht.

Fotocredits: Frank Rumpenhorst
(dpa)

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