Bayreuther Energiebündel setzen Siegesserie fort

Bayreuth – Nach dem nächsten beeindruckenden Auftritt ihrer Mannschaft reckten die Bayreuther Anhänger stolz zwei Banner in die Höhe. Eine Eins und eine Null waren darauf zu sehen – schließlich ist das Überraschungsteam der Basketball-Bundesliga nun bereits seit zehn Spielen ungeschlagen.

Durch das am Ende klare 87:70 gegen die MHP Riesen Ludwigsburg bleibt das Team von Trainer Raoul Korner dem noch ungeschlagenen Spitzenduo aus Bamberg und Ulm auf den Fersen und baute den besten Saisonstart seiner Club-Geschichte weiter aus.

«Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, dass wir mit so viel Energie die 40 Minuten bestritten haben», sagte Korner nach der lange Zeit hart umkämpften Partie am Samstagabend. Erst im Schlussviertel konnten sich die Gastgeber entscheidend absetzen, auch weil die Gäste ein wenig die Nerven verloren. Nach einer Rangelei um den Ball ließ sich der Ludwigsburger David McCray zu einem Tritt gegen Bayreuths De’Mon Brooks hinreißen und erhielt völlig zurecht ein disqualifizierendes Foul.

«Bayreuth war aggressiver als wir, das ist uns die ganze Saison noch nicht passiert», sagte der Ludwigsburger Jack Cooley. Während die MHP Riesen im Kampf um einen Playoff-Platz einen Rückschlag hinnehmen mussten, nehmen die Oberfranken weiter schnurstracks Kurs in Richtung K.o.-Runde. «Wir haben das Intensitätslevel im Vergleich zu Ludwigsburg noch einmal nach oben geschraubt, und von daher gehen das Ergebnis und der zehnte Sieg in Serie absolut in Ordnung», sagte Bayreuths Nationalspieler Bastian Doreth bei «telekombasketball.de».

Die Bayreuther gucken nun voller Vorfreude auf den kommenden Samstag. Dann reist die Mannschaft der Stunde zu Bayern München, das in dieser Saison wie das Korner-Team ebenfalls erst eine Partie verloren hat. Am Samstagabend kamen die Münchner beim abgeschlagenen Schlusslicht Phoenix Hagen zu einem 97:77. Allerdings hielten die finanziell stark angeschlagenen Gastgeber drei Viertel lang erstaunlich gut mit.

Fotocredits: Peter Steffen
(dpa)