McLaren-Teamchef Seidl hofft auf deutsche Nachwuchsarbeit

Mexiko-Stadt – Den drohenden Tiefstand von nur noch einem deutschen Formel-1-Piloten in der nächsten Saison hält McLaren-Teamchef Andreas Seidl für keine ungewöhnliche Entwicklung.

«Auf der Fahrerseite ist es bis zu einem gewissen Grad ein normaler Zyklus, den man durchläuft. Es gibt Phasen, in denen man viele Fahrer hat, da spielt auch das Timing eine Rolle», sagte der einzige deutsche Formel-1-Teamchef im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

«Wichtig ist, dass man nach wie vor in die Nachwuchsarbeit investiert, um den Pool an guten Fahrern hochzuhalten. Dann bin ich mir sicher, dass künftig auch wieder regelmäßig deutsche Talente hier aufschlagen werden», fügte Seidl hinzu.

Sebastian Vettel hat bei Ferrari noch einen Vertrag bis Ende 2020, bei Renault muss Nico Hülkenberg zum Saisonende gehen. Der Rheinländer sucht noch einen neuen Rennstall. Letztmals fuhr 1993 in Michael Schumacher nur ein deutscher Pilot in der Motorsport-Königsklasse.

Der Passauer Seidl ist seit dem 1. Mai Teamchef beim ehemaligen Weltmeister-Rennstall. Die neuen Mercedes-Motoren ab der Saison 2021 sollen McLaren den nächsten Schub auf dem ersehnten Rückweg in die Spitze geben. Der 43-Jährige ist nach eigener Aussage «zuversichtlich, dass wir das auch schaffen. Ab 2022 oder 2023 wollen wir regelmäßig um Podiumsplätze und hoffentlich Siege mitfahren.»

Fotocredits: Sebastian Gollnow
(dpa)

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