Mit Sicherheit sicher? Gold als Geldanlage

In Krisenzeiten sind Edelmetalle als Anlagen gefragt. Gerade Gold gilt vielen als wertbeständiges Investment und sicherer Hafen, wenn Inflation oder Währungskrisen drohen. Dass Erfolg dabei nicht garantiert ist, mussten Goldanleger in diesem Jahr schmerzlich erfahren. Im Vergleich zum Jahresbeginn ist der Goldpreis um 25 Prozent gefallen.

Viele Faktoren beeinflussen den Kurs

In Zeiten von Finanz- und Eurokrise kannte der Goldpreis jahrelang nur den Weg nach oben. Seit sich weltweit die Zeichen für eine Konjunkturbelebung mehren und es um den Euro ruhiger geworden ist, ist Gold weniger gefragt. Anleger mussten wieder einmal die Erfahrung machen, dass Angst kein gutes Argument für Goldkauf ist. Und noch eine Erkenntnis hat sich bestätigt: Wenn auch auf lange Sicht manches für die Werthaltigkeit von Gold spricht, kurzfristig bestimmen immer noch viele andere Faktoren den Goldkurs. Großspekulationen, die Reservepolitik der Zentralbanken, die Förderpolitik der Förderländer, die Nachfrage nach Schmuck und andere Einflüsse wirken sich aus. Sie machen es schwer, die Goldpreisentwicklung zuverlässig vorherzusagen.

Sinnvoll als Portfolio-Bestandteil

Investitionen in Edelmetalle haben aus Anlegersicht einen Nachteil. Sie werfen keine laufenden Erträge in Form von Zinsen oder Dividenden ab. Der Anlageerfolg wird alleine durch die Kursentwicklung bestimmt. Das macht das besondere Anlagerisiko von Edelmetall-Investments aus. Trotz der Unsicherheiten und des Kursrisikos können Goldanlagen und andere Edelmetallkäufe aber durchaus sinnvoll sein. In einem gut gestreuten Anlageportfolio, bei dem in unterschiedliche Anlagekategorien investiert wird, haben Edelmetalle als ein Bestandteil sehr wohl ihre Berechtigung. Dabei steht allerdings mehr die langfristige Anlageperspektive im Forderung als die Erzielung kurzfristiger Kursgewinne. In diesem Kontext können die Wertsteigerungspotentiale von Edelmetallen nämlich gut genutzt werden. Die sind zweifelsohne vorhanden, denn es handelt sich grundsätzlich um knappe Güter mit hoher Nachfrage. Daran dürfte sich auch in Zukunft nichts ändern.

Goldankauf und Goldverkauf

Viele Anleger kaufen oder verkaufen ihre Edelmetallbestände über Banken. Die Abwicklung über eine Scheideanstalt stellt eine Alternative dar. Scheideanstalten sind Einrichtungen, in denen Metalle über chemische Prozesse aus vorhandenem Material gewonnen werden. Eine Scheideanstalt nimmt daher auch Zahngold, Goldverbindungen und andere Formen von Altgold an, die sich auf dem Bankenwege nicht handeln lassen. Auch Golderwerb ist über eine Scheideanstalt möglich.

Bild:Alexander Bärenstein – Fotolia

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